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Machen gemeinsame Sache: (vorne v. l.) Alexander Krimmer (ÖDP), Manfred Wutz (BfE), Bertram Böhm (Echinger Mitte) sowie (hinten v. l.) Claudia Rauschmayr (ÖDP), Markus Hiereth (ÖDP), Michaela Holzer (BfE), Johann Sperl (BfE), Marianne Hefka (BfE), Winfried Hubertus (BfE), Thomas Lösl (EM) und Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos).

Drei Gruppierungen, eine Liste

Bürger für Eching, Echinger Mitte und ÖDP unterstützen Thaler im Wahlkampf

Für die Kommunalwahl 2020 üben drei Echinger Parteien den Schulterschluss und unterstützen Bürgermeister Thaler. Die Bürger für Eching, Echinger Mitte und ÖDP schicken auf einer gemeinsamen Liste Kandidaten ins Rennen.

Eching – Im Vorfeld hatten sich die drei Gruppierungen schon auf die Reihung der Kandidaten verständigt, die 16 Wahlberechtigten segneten die Vorschlagsliste am Donnerstag nun mehrheitlich ab. 14 Bewerber im Alter zwischen 18 und 75 Jahren treten an, darunter sechs Frauen. Fünf Bewerber stellen die Bürger für Eching, vier die Echinger Mitte und drei die ÖDP. Zwei Kandidaten sind parteilos.

Manfred Wutz ist Listenführer

Listenführer ist der BfE-Vorsitzende Manfred Wutz (38), der mit seinen Mitstreitern den Wunsch teilt, dass man die stockende Ortsentwicklung „zukunftsgewandt, aber nicht auf Kosten der Natur“ ankurbelt. „Viele Gemeinden um uns rum sind im D-Zug-Tempo an uns vorbeigezogen.“ Um harmonischer, sachlicher und produktiver als bisher im Gemeinderat arbeiten zu können, müssen sich nach den Worten von Bertram Böhm (EM, 60) die Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat ändern: Fünf oder sechs Sitze sind in seinen Augen für die drei Gruppierungen drin. Um Eching wieder zur Vorzeigegemeinde zu machen, gelte es auch in puncto Ökologie und Energieeffizienz neue Impulse zu setzen, unterstrich Alexander Krimmer (ÖD, Platz 3).

Hollerner See darf nicht zum „Halligalli-Ort“ werden

Eine naturnahe Entwicklung der Kommune, Wachstum mit Augenmaß, Lösungen für die leidigen Themen „Verkehr“ und „Lärm“ nannte Gemeinderätin Michaela Holzer (BfE, Platz 4) als drängendste Probleme. Wie viele Kandidaten sprach auch sie das Thema „Hollerner See“ an: Der dürfe nicht zum „Halligalli-Ort“ werden, sagte Polit-Rückkehrer Hans Sperl (Platz 13). Man dürfe, darüber waren sich die Kandidaten einig, die Ortsentwicklung nicht wirtschaftlichen Interessen unterstellen.

Sylvia Jung kandidiert nicht mehr

Ein bekannter Name findet sich allerdings nicht mehr auf der Liste: Sylvia Jung, seit sechs Jahren BfE-Gemeinderätin, verzichtet auf eine neuerliche Kandidatur. Weil sie, wie sie auf Nachfrage erklärte, beruflich und privat zeitlich zu sehr eingespannt sei. „Im Gemeinderat kann man nur gute Arbeit leisten, wenn man die Zeit dafür hat.“ Die politischen Fäden wird Jung, wie sie sagte, nicht ganz loslassen: Sie bleibt den Bürgern für Eching als stellvertretende Ortsvorsitzende erhalten. Die gemeinsame Liste befürwortet sie: „Es ist toll, weil sich die drei Gruppierungen in ihrem Potenzial bündeln und ergänzen.“

„Ein tolles Signal für Eching“

Bürgermeister Sebastian Thaler (parteilos) dankte den Anwesenden für ihre Unterstützung: „Es ist ein tolles Signal für Eching, dass fünf Gruppierungen an einem Strang ziehen.“ Die Liste von BfE, EM und ÖDP werde „frischen Wind reinbringen.“ Außerdem betonte Thaler: „Wir müssen mutiger sein, einen Wechsel in der Denke anstoßen, mehr gestalten als verwalten.“ Eva Oestereich

Die gemeinsame Liste

1. Manfred Wutz (Bürger für Eching), 2. Bertram Böhm (Echinger Mitte), 3. Alexander Krimmer (ÖDP), 4. Michaela Holzer (BfE), 5. Thomas Lösl (EM), 6. Markus Hiereth (ÖDP), 7. Marianne Hefka (BfE), 8. Claudia Fuchs (EM), 9. Claudia Rauschmayr (ÖDP), 10. Stefan Wutz (parteilos), 11. Cornelia Funke (parteilos), 12. Olivia Böhm (EM), 13. Johann Sperl (BfE), 14. Winfried Hubertus (BfE).

Alle Infos über die Kommunalwahl 2020 in allen Gemeinden finden Sie in unserem großen Überblicks-Artikel.

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