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Bürgerversammlung in Günzenhausen

Konkretes und weniger Konkretes

Bürgermeister Sebastian Thaler hatte in der Bürgerversammlung in Günzenhausen relativ leichtes Spiel. Allzu viele offene Fragen gab es nach seinem eineinhalbstündigen Vortrag nicht.

Günzenhausen – Selbst beim Reizthema neues Feuerwehrhaus blieb es am Donnerstag beim Baderwirt ruhig. Die Frage, ob es nun „zwei oder drei Ausfahrten“ für das FFW-Gebäude werden sollen, hängt laut Thaler vom Geld bzw. der Förderung ab. Schließlich spreche man von 20 000 bis 30 000 Euro pro Einfahrt. „Wir bauen ein Feuerwehrhaus nach Bedarf, nicht mehr und nicht weniger“, lautete seine Botschaft. Als die Frage aufkam, „warum ein Jahr lang nichts passiert“ sei, verwies Thaler auf eine Bedarfsanalyse für die Floriansjünger im gesamten Gemeindegebiet. Dass sich diese so hinziehe, sei ihm selbst „ein Dorn im Auge“, erklärte der Rathauschef. Die Kosten für das neue Feuerwehrhaus taxierte er auf etwa zwei Millionen Euro.

Beim Breitbandausbau in den nördlich Ortsteilen bat der Rathauschef die Bürger um Geduld. Er machte deutlich, dass es an der Telekom und deren nicht vorhandenen Zeitplan liege, dass die Versorgung im Ort immer noch zu wünschen übrig lasse. Man sei von 2016 auf 2017 und schlussendlich auf Mitte 2018 vertröstet worden.

Spekulationen, wonach die Theresienkapelle womöglich im Zuge von Brückenbauten an der A 92 weichen müsse, wies Thaler zurück. Ganz im Gegenteil, es werde geschützt, erklärte er.

Auf die kostspieligsten Projekte und konkrete Zahlen angesprochen nannte Thaler etwa die Sanierung des Rathauses, die er mit 15 Millionen Euro veranschlagte. Noch Zukunftsmusik ist die Unterführung am Bahnhof – also die Anbindung der Bahnhof- an die Günzenhausener Straße – für die man, falls die Maßnahme irgendwann umgesetzt wird, mit zehn Millionen Euro rechnen muss. Pläne oder Beschlüsse, wie die Unterführung am Ende aussieht, gebe es aber nicht.

Einer Behauptung, dass die Ortsumgehung von Dietersheim der Gemeinde 30 bis 40 Millionen Euro kosten könnte, widersprach der Rathauschef. Seiner Meinung müsse es mit einer Größenordnung der Kosten für die Rathaussanierung getan sein – plus dem Anteil, den Garching zu leisten habe.

Dass die Gemeinde Interesse hat, die Privatstraßen im Bereich der alten Ziegelei in Günzenhausen zu kaufen und entsprechend zu widmen, bestätigte Thaler. Das tue Not – wegen der öffentlichen Erschließung und aus gesetzlichen Gründen. Überlegungen, in Günzenhausen Bauland zu schaffen, widersprach der Rathauschef ebenfalls nicht. Er könne sich eine Größenordnung von 20 bis 30 Parzellen vorstellen. Konkret geplant sei aber noch nichts.

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