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Erstmals zum Klingen brachte Pfarrer Markus Krusche die große Hoffnungsglocke. Gefilmt wurde das Ereignis unter anderem von einem Team des Bayerischen Rundfunks.

Klangprobe und mehr 

Zentimeterarbeit: Die drei Glocken ziehen in den neuen Turm der Echinger Magdalenenkirche ein

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Die drei Glocken für Echings Magdalenenkirche sind da - und wurden jetzt der Größe nach im neuen Glockenturm platziert.

Eching – Ebenso wie der Glockenguss in der Passauer Glockengießerei Perner als auch die Einholung Ende Oktober war dies ein ebenso seltenes wie spannendes Ereignis und wurde von einer Reihe von Zuschauern begleitet. Bei einer kurzen Besinnung im Vorhof der Magdalenenkirche dankte Pfarrer Markus Krusche für den unfallfreien und gelungenen Bau sowie Guss und war der Allererste, der die über eine Tonne schwere Hoffnungsglocke, die größte der drei Bronzeglocken, mit drei Schlägen zum Erklingen bringen durfte. „Wir werden heute das erste Mal den Klang der Glocke hören. Ich bin schon neugierig“, bekannte Krusche. Er ließ sich genau erläutern, an welcher Stelle mit dem Klöppel, einer Spezialanfertigung, angestoßen werden musste. Krusche zeigte sich „sehr begeistert“ über den vollen, tiefen Ton, „der da schwingt und einen auch berührt“.

Glocken mussten durch die schmale Dachöffnung „eingefädelt“ werden

Professor Rüdiger Möller, dem Architekten der Magdalenenkirche, war es vorbehalten, in gleicher Weise die mittlere Glocke, die Friedensglocke, erklingen zu lassen. Nach der feierlichen Besinnung stand das eigentliche Tagwerk auf der Turmbaustelle an und Glockenmonteur Gerhard Hauseder im Mittelpunkt des Geschehens: Er fungierte erstmals nach über 30 Berufsjahren als Kranführer und hatte per Fernbedienung die verantwortungsvolle Aufgabe, die wertvollen Bronzeglocken passgenau von oben durch die schmale Dachöffnung des Glockenturms „einzufädeln“. Dieses behutsame Einschweben war für alle drei Schwergewichte eine Herausforderung, denn die beiden kleineren Glocken wurden bereits zusammen mit ihrem hölzernen Joch in den Turm herabgelassen – und dieses passte nur diagonal durch die rechteckige Dachluke.

Am Nachmittag hingen alle drei Glocken untereinander im Turm. Mit der für den 3. Advent in Anwesenheit von Dekan Christian Weigl und Regionalbischof Christian Kopp geplanten Glockenweihe unter freiem Himmel kann dann zukünftig „das Geläut zur Ehre Gottes und uns allen zum Segen erklingen“, so Pfarrer Krusche.

Beitrag in der BR-Mediathek

Auch das Bayerische Fernsehen filmte das seltene Ereignis, das bereits am Tag nach dem Einbau in der Abendschau ausgestrahlt wurde. Wer sich dafür interessiert: Der Beitrag ist in der BR-Mediathek hinterlegt – zu finden ist er hier.

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