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In Dirndl und Lederhose sangen die Kinder bayerische Lieder – zur Freude von Leiterin Katrin Masius (l.) und vielen begeisterten Zuhörern. 

Bayerischer Abend

Musikschule Eching begeistert mit „Musi, Gstanzl und Haxnschmeißer“

Der bayerische Abend unter dem zünftigen Motto „Musi, Gstanzl und Haxnschmeißer“ hielt, was der Name versprach und bot ein ebenso schwungvolles wie fröhliches Programm. Höhepunkt war der Klatsch- und Wechseltanz, bei dem Akteure und Besucher aktiv waren.

EchingIm Rahmen der kooperativen Jubiläums-Projektwoche „Wir feiern Bayern“, die von Vhs, Bürgerhaus, Bücherei und Musikschule gemeinsam gestaltet wird, hieß es am Mittwochabend im Bürgerhaus „D‘Echinger Musischui spuit auf“. Dazu waren alle großen und kleinen Freunde der Volksmusik eingeladen. Im bis auf den letzten Platz besetzten Saal wurde eine hörens- und sehenswerte „boarische Mischung“ geboten, der eine Prise Humor die rechte Würze gab.

Beginnen durften die Jüngsten: Allesamt in Dirndl und Lederhosen gewandet, zeigten die Chöre vom Kindergartenalter bis zur vierten Klasse, wie gut sie schon bayerisches Liedgut vortragen können. Mit dem richtigen Zungenschlag und ihren klaren Stimmen war es eine Freude, den Kinder- und Volksliedern vom Giggerl-Gockerl, dem spazierengehenden Kühlschrank und dem über den „Boch“ springenden Hirschen zuzuhören – unter Leitung von Katrin Masius und in Begleitung von Heike Storm am Akkordeon

Aber auch Mitsingen war angesagt. So versuchte sich das Publikum am letzten Liedbeitrag, wobei zugegebenermaßen die Chorkinder die schönere Variante boten. Und auch beim von Musiklehrerin Simone Lautenschlager angeleiteten Lied vom Spatzen, der mit seinen Jungen „unterm Dach juchhe“ wohnte, „waren die Kinder besser drauf als die Erwachsenen“, wie Lautenschlager konstatierte.

Auf der Bühne geboten war ein Volkstanzauftritt der Ballettkinder, gefolgt von wechselnden Instrumental-Ensembles. Beginnen durfte auch hier die jüngste Gruppe, die einen Walzer und eine Polka zum Besten gab. Ob beim Geigen-Ensemble, dem Harfen-Hackbrett-Duett von Florian und Maria oder der Klarinetten-Musi: Die Beiträge melodischer Volksmusik gingen nicht nur geschmeidig ins Ohr, sondern durchaus auch in die Beine. 

Nicht ohne Grund tauchte als einer von drei tragenden Bestandteilen der Musikveranstaltung der Haxnschmeißer schon im Titel auf. Und diesem „Dreiklang“, so Lautenschlager, entsprechen auch die drei Säulen „Musi, Singa, Tanza“, die für sie unabdingbar zur Volksmusik dazugehören.

Zum Schluss hieß es „Jedes Kind schnappt sich ein Elternteil“ – und dann ging es rund. Viele Freiwillige formierten sich vor der Bühne zum „Klatsch- oder Wechseltanz“. Dabei bewahrheitete sich Lautenschlagers kühne Ansage: „Ich hab’s noch jedem beigebracht.“ Sichtlich Spaß machten die diversen Mitmach-Angebote allemal – und sogar Lieder und Tänze konnte man dabei erlernen. Schade nur, dass es bei den vielen tollen aber kostenpflichtigen Kulturveranstaltungen im Bürgerhaus nicht öfter so viele Besucher gibt.

Ulrike Wilms

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