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Da geht noch was: An das bestehende IKEA-Gebäude soll ein Neubau angebaut werden.

Neubau geplant

IKEA in Eching soll viel größer werden

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Eching - IKEA will seinen Standort in Eching festigen – und nicht nur das: Ein Neubau soll auf dem aktuellen Gelände entstehen. Denn: Bisher nutzte IKEA die bestehenden Potentiale nicht optimal aus.

„Ein Standort, an dem man gerne länger bleibt“ – so beschreibt Chantal Gilsdorf, bei IKEA zuständig für die Expansions-PR, die Gemeinde Eching. Dazu passen die vagen Pläne, die man derzeit ins Auge fasst: Ein Neubau soll am bestehenden Standort entstehen – und zwar so, dass man die bestehenden Potentiale ausnutzt, wie Gilsdorf gegenüber dem FT bestätigte. Das heißt: In den beiden Sondergebieten sind nach dem bestehenden Bebauungsplan bereits jetzt 28 000 Quadratmeter Verkaufsfläche zulässig, wie Echings Bürgermeister Josef Riemensberger erklärt. Momentan umfasst die Verkaufsfläche rund 18.400 Quadratmeter – die Differenz von 9600 Quadratmetern will IKEA jetzt auch optimal ausnutzen.

Lagerhallen sollen weichen

Die Planungen sehen dabei wie folgt aus: Dort, wo momentan zwei Lagerhallen und das Parkdeck steht, soll der Neubau stehen. Auch die Verkehrsführung wird sich ändern. An der Kreuzung Ohmstraße-Dieselstraße-Heisenbergstraße ist eine neue Zufahrt zum Standort geplant. Die Heisenbergstraße, die derzeit u-förmig durch das Gebiet verläuft, soll teilweise zurückgebaut werden.

Bürgermeister Riemensberger erwartet aber keine besonderen Probleme – allein schon aus Erfahrungswerten: „IKEA ist bekannt für seine gute Organisation“, sagt er. Auch bei den Sanierungsarbeiten 2001 habe es kaum Behinderungen gegeben. Der Standort soll ja auch während der Bauarbeiten weiterlaufen – und zwar so lange, bis die Neustrukturierung abgeschlossen ist. Danach erst soll das aktuelle Möbelhaus abgerissen werden. Momentan wird nach einer Lösung in Sachen Parkmöglichkeiten gesucht.

Echings Bürgermeister ist erfreut

Diese Entwicklung ist für Riemensberger ein Glücksfall: „Es freut uns, wenn so ein großes Unternehmen zum Standort steht.“ Im Planungsausschuss am Dienstag, als der Beschluss zur Änderung des Bebauungsplans gefasst wurde, gab es keine Gegenstimmen. Dabei wurde aber darauf geachtet, dass man in „beidseitigem Interesse“ handle, wie der Bürgermeister erklärte. Will heißen: Einen Verkehrskollaps möchte man sich verständlicherweise ersparen – deshalb wird im Rahmen der Bebauungsplanänderungen auch ein entsprechendes Gutachten zu den verkehrlichen Auswirkungen durchgeführt. Denn: „Wenn’s in den Spitzenzeiten klappt, klappt's auch Montags um 9 Uhr“, sagt Riemensberger und lacht. Allerdings glaube er ohnehin, dass sich das Straßensystem positiv verändern wird. Grund: Wenn man schon von weitem sieht, wie man aufs Gelände kommt – und das sei offenbar geplant –, dann spare man sich „den ganzen Suchverkehr“.

Start der Bauarbeiten wohl 2018

Aber: So weit ist die Planung noch nicht fortgeschritten, sagt Chantal Gilsdorf. Momentan ist der Möbelgigant mit der internen Planung beschäftigt, steht allerdings auch in engem Kontakt mit der Gemeinde. IKEA lote momentan aus, was möglich sei und was nicht. Eine Info konnte sie aber dann noch geben: „2018 soll es mit den Bauarbeiten losgehen.“ Wenn alles nach Plan läuft.

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