Sieben Feuerwehr-Schutzausrüstungen in einem Regal.
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Die finale Entscheidung vom März dieses Jahres, das Günzenhauser Feuerwehrhaus ohne einen integrierten Bürgersaal und damit auf verkleinerter Grundfläche zu errichten, hat zu einer Umplanung des Vorentwurfs geführt. (Symbolbild)

Grünes Licht im Gemeinderat Eching

Neue Pläne für Feuerwehrhaus Günzenhausen abgesegnet - Über drei Millionen Euro Kosten erwartet

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Die Entscheidung, das Günzenhauser Feuerwehrhaus ohne integrierten Bürgersaal und somit auf verkleinertem Grund zu errichten, hat zu einer Umplanung geführt.

Günzenhausen – Die abgeänderten Pläne für das Günzenhauser Feuerwehrhaus, die in Abstimmung mit den Verantwortlichen der FFW erfolgt sind, ebenso wie die vorgelegte Kostenschätzung von 3,09 Millionen Euro, worin bereits gute 100.000 Euro an Erschließungskosten enthalten sind, hat der Gemeinderat Eching nun mit 21:3 Stimmen gebilligt. Während die Mehrheit des Gremiums in seiner Sitzung bezüglich der Kosten von einer „Punktlandung“ sprach, kritisierten Bürger für Eching und ÖDP die zu erwartenden Mehrkosten und forderten weitere Einsparungen, konkret beispielsweise durch den Wegfall eines dritten Stellplatzes im Hallentrakt.

Grundriss musste umgestaltet werden

Architektin Susanne Wehkamp erklärte den Räten die Pläne.

Wie Architektin Susanne Wehkamp im Gemeinderat erläuterte, musste der endgültige Grundriss des Feuerwehrneubaus, das 681 Quadratmeter groß werden soll, wegen der veränderten architektonischen Erfordernisse umgestaltet werden, um eine optisch ansprechende Gebäudeform zu erhalten. Deshalb wurde nun der Sozialtrakt etwas schmaler, dafür aber länger konzipiert. Hinsichtlich der Raumaufteilung sind der Schulungs-, Bereitschafts- und Jugendraum als multifunktionale „Einheit“ zusammengelegt, die für unterschiedliche Nutzungen durch eine Trennwand aufgeteilt werden kann.

Dach soll genug Platz für Solaranlage bieten

Das Dach des Feuerwehrhauses soll so weit vorgerüstet werden, dass es mit einer Photovoltaikanlage bestückt werden kann. Gegenwärtig wird in Gesprächen mit der Bürger Energie Genossenschaft (BEG) Freising deren Nutzungsinteresse abgeklärt. Im Außenbereich erfolgte eine Umverlegung der erforderlichen Stellplätze auf die Gebäude-Südseite, „um eine kostenintensive, aus Schallschutzgründen erforderliche Einhausung auf der Westseite zu vermeiden“, wie es wörtlich im Sachbericht der Echinger Bauabteilung heißt. Nach Stand der Dinge lässt sich von einem Baubeginn im Frühjahr 2022 ausgehen.

„Komplexe Kostenexplosion“

Während die Kosten für das umgeplante Günzenhauser Feuerwehrhaus um 90.000 Euro über dem vorgegebenen Limit liegen, belaufen sich die nach der Umplanung neu zu berechnenden Ausgaben für die nötigen Erschließungsanlagen mit knapp 700.000 Euro fast auf das Doppelte der im Haushalt ursprünglich angesetzten 360.000 Euro. So mussten nun im Echinger Etat für 2022 überplanmäßige Mittel von rund 478.000 Euro gebilligt werden.

Diese Gesamtsumme teilt sich auf in die Kosten für Entwässerung, Straßenbau, Stellplätze und Fußwege, die mit gut 400.000 Euro kalkuliert werden, zu denen noch die Kosten für die Baustraße (zirka 140.000 Euro) sowie eine Vertiefung der Entwässerungsgräben mit 120.000 Euro hinzukommen. Für diese „komplexe Kostenexplosion“ sind ein ganzes Bündel an Faktoren verantwortlich, allen voran die Tatsache, dass sich die versiegelte Außenfläche um 330 Quadratmeter vergrößert – bei einer ohnehin problematische Bodenbeschaffenheit mit einer sehr schlechten Versickerung der Niederschläge. Um diese Problematik bestmöglich in den Griff zu bekommen, wurde der westlich des Feuerwehrhauses angeordnete Auffanggraben auf sieben Meter verbreitert.

Bei den jeweiligen Dimensionierungen aller Planungen rund um das neue Feuerwehrhaus muss bereits zum jetzigen Zeitpunkt mitbedacht werden, dass mittelfristig im Süden ein Neubaugebiet er- und angeschlossen werden soll. Des Weiteren tragen die Vorgaben des Staatlichen Bauamts zur Anbindung des Vorhabens an die Staatsstraße zur Kostenmehrung bei. Gefordert wird eine Breite von 2,5 Metern für den mit 2,1 Metern angedachten Fuß- und Radweg entlang der Staatsstraße, außerdem eine Straßenbreite von sechs Metern für die einmündende Stichstraße, die später auch als Zufahrt zum Wohngebiet dienen muss. Die vom beauftragten Ingenieurbüro Heinhaus überarbeitete Entwurfsplanung wurde mit 22:2 Stimmen gebilligt.

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