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Noch in der Warteschleife: Die blau gekennzeichneten Echinger Gemeindeteile haben heute nur beschränkten Internet-Zugang. Sie hoffen auf das „Schnelle Internet“, das allerdings nicht vor Sommer 2018 verfügbar sein wird.

Breitbandausbau in Eching

Nördliche Ortsteile müssen sich gedulden

Das bayerische Breitband-Förderprogramm zum Ausbau des „Schnellen Internet“ kommt laut einschlägigen Informationen aus der Politik zügig voran. Allerdings: So schnell wie geplant wird es in den nördlichen Echinger Gemeindegebieten Günzenhausen, Ottenburg und Deutenhausen nicht an den Start gehen.

Eching - Ursprünglich war die Verfügbarkeit ab Juli 2017 angesetzt, dann wurde es Ende 2017. Jetzt trat der verantwortliche Netzbetreiber Telekom Deutschland, wie Bürgermeister Sebastian Thaler in der jüngsten Gemeinderatssitzung wörtlich bekannt gab, den „Bußgang nach Canossa“, also ins Rathaus, an. Wie die Telekom der Gemeinde eröffnete, lässt sich der vorgesehene Zeitplan (bis Ende des Jahres) nicht einhalten. Der Kooperationspartner stellte nun das nächste Jahr – genauer gesagt: den Sommer 2018 – in Aussicht.

Die Telekom gab als Begründung an, dass gerade in ländlichen Bereichen nur das ehemalige Staatsunternehmen als Netzbetreiber in Erscheinung tritt und personell nicht immer in der Lage sei, den Ausbau wie gewünscht durchzuführen. Das gleiche gilt für die beauftragten Sub-Unternehmen, die verstärkt Mitarbeiter aus anderen Bundesländern rekrutieren.

Ziel des Förderprogramms ist es, in Bayern bis Ende 2018 ein flächendeckendes Hochgeschwindigkeitsnetz aufzubauen, das auf modernste Glasfasertechnologie als Standard-Übertragungsmedium beruht. Bis zu 1,5 Milliarden Euro stellt der Freistaat im Rahmen der „Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen“ zur Verfügung. Als Mindestbandbreite sind 50 Mbit/s im bayernweiten Ausbau von Hochgeschwindigkeitsversorgungen vorgesehen, um den Freistaat für das Digitale Zeitalter zu rüsten.

Wie erfolgreich das Förderprogramm angenommen wird, zeigt, dass aktuell 97 Prozent der 2000 bayerischen Gemeinden, darunter auch Eching, im Förderverfahren und bei der Hälfte die Zuschüsse bewilligt sind. Thaler wollte ursprünglich auf der Bürger-Infoveranstaltung im Herbst in Günzenhausen den Startschuss für das „Schnelle Internet“ verkünden – jetzt müssen die nördlichen Gemeindeteile allerdings noch ein weiteres Jahr mit niedrigen Bitraten auskommen.

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