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Wird größer: Der Proviantikus wird um einen 23 Quadratmeter großen Anbau erweitert.

Ausbau des Echinger Bahnhofskiosks

S-Bahn-Halt bekommt ein WC

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Einstimmig gebilligt hat Echings Bauausschuss die Erweiterung des Kiosks „Proviantikus“ auf der Bahnhofs-Südseite. Dazu hat das Landratsamt bereits 2017 eine Gaststättenerlaubnis erteilt. Besonders begrüßt wurde von den Gemeinderäten, dass im Zuge der Vergrößerung eine öffentliche Unisex-Toilette entsteht.

Eching – Jetzt bekommt also auch Eching ein Bahnhofsklo. Dieses wird während der täglichen Proviantikus-Öffnungszeiten von 5.30 bis 19.30 Uhr benutzbar sein. Das WC mit zur S-Bahn ausgerichtetem Eingang befindet sich außerhalb der Gasträume, ist kosten-/barrierefrei und wird von Pächter Thomas Bacher mitunterhalten.

Die Baumaßnahme sieht vor, dass der jetzige Pavillon einen rund 23 Quadratmeter großen, nach Nordosten ausgerichteten Anbau erhält, durch den der Wunsch des Pächterehepaars, das seit sechs Jahren den Proviantikus unterhält, nach einem kleinen Tagescafé bzw. Imbiss verwirklicht werden kann. Der Eingang für diesen Neubau, in dem rund ein Dutzend Gäste Platz haben, liegt an der Gebäudenordseite zur S-Bahn hin.

Für Kommune und Betreiber stellt sich die Erweiterung als Win-win-Situation dar: Die Gemeinde verfügt über ein dringend benötigtes, öffentlich zugängliches WC im Bahnhofsumfeld und die Pächterfamilie kann ihr Tagescafé unter deutlich verbesserten Raum –und Rahmenbedingungen betreiben. Besonders bei Regen und Kälte, so führt Thomas Bacher aus, ist jetzt der kleine Verkaufsraum proppenvoll, weil sich Schüler und andere S-Bahn-Nutzer dort unterstellen (auch ohne etwas zu kaufen). Ein separater Gastraum kann solche Situationen entzerren und die Aufenthaltsqualität für die Gäste erhöhen.

Zwar können anstelle der für einen Gastronomiebetrieb dieser Größenordnung vorgeschriebenen vier Stellplätze nur zwei nachgewiesen werden, aber der Standort unmittelbar an der S-Bahn mit Busanbindung wird in aller Regel auch nicht per Pkw angefahren – so dass aus gemeindlicher Sicht diese Bestimmung gelockert werden kann.

Bauverwaltung und Pächter war es wichtig, bei den Erweiterungsplänen die Bewohner der angrenzenden Donauschwabenstraße einzubeziehen. Von Seiten der Interessengemeinschaft Donauschwabenstraße wurden nämlich Befürchtungen zu erhöhter Lärmbelästigung oder verstärktem Lieferverkehr laut. Diese Bedenken erschienen dem Gemeinderat angesichts der unveränderten Öffnungszeiten auf der einen und der ohnehin vorhandenen Geräuschkulisse durch den Zugverkehr auf der anderen Seite als nicht so gravierend – zumal die Gebäuderückseite zur Wohnbebauung hin kein Fenster aufweist. Eine Eislieferung pro Woche, sagt Bacher, sei sicher tolerierbar: Alle anderen Waren besorgt er mit seinem Privatwagen. Ebenso wie Bürgermeister Sebastian Thaler geht er davon aus, dass sich die Nutzung, bei der sich viele Gäste gerne auch vor dem Kiosk aufhalten, durch den vergrößerten Innenraum auch dorthin verlagert und es dadurch eher ruhiger als lauter werden dürfte. „Wir betreiben nicht bis tief in die Nacht eine Bahnhofskneipe, sondern ein Tagescafé mit Fahrkartenverkauf, das in erster Linie von der Nachbarschaft, den Berufspendlern und den Schulkindern genutzt wird, darunter vielen Stammkunden“, so Bacher.

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