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Viel Herzblut und Engagement hat Siglinde Lebich (l.) in das Alten- und Servicezentrum Eching gesteckt. Für ihren innovation Einsatz über 30 Jahre wurde sie nun bei einer Feier von der Vereinsvorsitzende Gertrud Wucherpfennig ausgezeichnet.

Für 30 Jahre Engagement ausgezeichnet

Siglinde Lebich hat Modelleinrichtung ASZ in Eching maßgeblich geprägt

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Seit 30 Jahren – fast ihr halbes Leben – leitet und begleitet Siglinde Lebich die Echinger Altenfürsorge beim Verein „Älter werden in Eching“, der auch Träger des Alten- und Servicezentrums (ASZ) ist.

Eching –  Gegründet im Mai 1989, wurde Siglinde Lebich bereits im Herbst desselben Jahres eingestellt. Von Anfang an war die 63-jährige studierte Soziologin und Sozialpädagogin maßgeblich an der innovativen und konzeptionellen Ausrichtung als lokales, kleinteiliges Quartierskonzept beim 1995 eingeweihten ASZ beteiligt.

Lebich prägte zudem die Ausrichtung und die weitere Entwicklung der vielfach (national und international) ausgezeichneten Modelleinrichtung. Zu ihr gehören heute als wesentliche Bausteine die ASZ-Begegnungsstätte (seit 2007 auch Mehrgenerationenhaus), Betreutes Wohnen, Wohngemeinschaft für dementiell Erkrankte (seit 2008), Mobile Soziale Dienste, Beratung, Information und Prävention.

Vereinsvorsitzende Gertrud Wucherpfennig und Bürgermeister Sebastian Thaler würdigten anlässlich eines Weihnachtsessens die Verdienste von Siglinde Lebich – fast auf den Tag genau drei Jahrzehnte nach ihrer Einstellung. Wucherpfennig überreichte der Geschäftsführerin einen „gedopten“ Blumenstrauß, der passend zum Anlass mit 30 persönlichen, teils symbolischen, und vielsagenden Kleinigkeiten bestückt war.

„Wir wollen Dir danken für das, was Du an Arbeit, Herzblut, Nerven, Zeit und Engagement in dieses Haus gesteckt hast. Wir wissen, Du bist Gold wert, deshalb ein kleines Fläschchen Donaugold“, begann die Vereinsvorsitzende ihre humorvolle, Laudatio. Zum Wohlbefinden oder zur Entspannung und in Anspielung auf Lebichs Hobbys gab es unter anderem den einen oder anderen Grüntee, aber auch ein Bier, Blumensamen, ein Kochbuch sowie eine Karte mit einem dreidimensionalen Segelschiff.

Zwischen Hauptgang und Dessert ließ es sich die Geehrte nicht nehmen, ihrerseits ihrem tollen Team, dem Trägerverein sowie Bürgermeister Sebastian Thaler und dessen Vorgänger im Amt – Joachim Enßlin und Rolf Lösch – für deren Unterstützung der Echinger Altenfürsorge mit der zentralen Anlaufstelle ASZ/Mehrgenerationenhaus zu danken, und auch für Thalers Zusage, den Vertrag zwischen Kommune und Trägerverein im kommenden Jahr um (mindestens) zehn Jahre zu verlängern.

In einem launigen Rückblick erinnerte sie sich an das teils noch bäuerliche Eching der 1980er Jahre. Mitten im Zentrum an der Bahnhofstraße, genau an der Stelle des jetzigen ASZ, prägte eine Hofstelle mit Misthaufen und einem Haufen Viecherl das Ortsbild. Da sei es gar nicht so selten vorgekommen, dass ein unternehmungslustiger Gänserich dem benachbarten Rathaus einen Besuch abgestattet habe.

Seither habe sich viel getan, zog Lebich Bilanz. Sie sei sehr stolz und freue sich darüber, die zukunftsweisende Einrichtung von internationalem Renommee auf den Weg gebracht zu haben. Es galt allerdings auch, schwierige Phasen zu überstehen, wie etwa die Schließung der Kurzzeit- und Tagespflegestation oder die drei Jahre dauernden juristischen Querelen um den Aufgabenübertragungsvertrag zwischen der Gemeinde und dem Verein Älter werden in Eching in der Amtszeit von Bürgermeister Josef Riemensberger. Über all dies habe sie „graue Haare“ bekommen. Das Entscheidende aber sei: „Es hat sich gelohnt. “

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