Präsentation im Echinger Bürgerhaus
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Skizzierte das Modellprojekt: Anna Laura Liebenstund, Leiterin der NordAllianz-Geschäftsstelle.

Echinger Räte lassen sich Modellprojekt von NordAllianz-Expertin erklären

So wird man zur smarten Gemeinde in einer smarten Region

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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40 Bewerbungen von Kommunen sind beim Freistaat eingegangen. Sie alle wollen am geförderten Modellprojekt „Smart Cities Smart Regions“ teilnehmen. Die NordAllianz, und damit auch Eching, gehört zu den zwölf erfolgreichen Teilnehmern.

Eching/Landkreis-Süd - Der thematische Schwerpunkt der NordAllianz-Strategie, bei der die Region als Ganzes profitieren soll, liegt auf den Bereichen Verkehr & Mobilität, Wohnen und Open Data. Unter Letzterem versteht man gemeinsam und öffentlich erarbeitete Daten-Informationen, die für die Allgemeinheit frei verfügbar sind; innerhalb der Nordallianz im Einsatz bei der Veröffentlichung der Luftqualitätsdaten und Feinstaubmessungen. Insgesamt bekommt die NordAllianz 120 000 Euro Fördergeld. Für die Projektbegleitung und -steuerung wurde das Angebot zweier partnerschaftlich kooperierender Raumplanungsbüros – EBP Zürich und Studio Stadt Region München – ausgewählt. Die Kosten belaufen sich auf 170 000 Euro, wonach ein Eigenanteil für die NordAllianz von insgesamt 50 000 Euro verbleibt.

Grundsatzbeschluss einstimmig erteilt

Auf Eching entfallen 6500 Euro. Diese Summe ist bereits in das NordAllianz-Budget für das Haushaltsjahr 2021 einkalkuliert. Für die Gewährung der Fördermittel ist ein Grundsatzbeschluss jeder NordAllianz-Kommune zur Durchführung erforderlich. Diese Zustimmung wurde von Echings Gemeinderat einstimmig erteilt, was eine anteilige Kostenübernahme für die Erstellung des Integrierten digitalen Entwicklungskonzepts einschließt.

Anna Laura Liebenstund, Leiterin der NordAllianz-Geschäftsstelle, skizzierte das Modellprojekt in der März-Sitzung des Echinger Gemeinderats als „etwas Handfestes“, bei dem die acht Kommunen an einem Strang ziehen. Es handle sich keinesfalls um ein ‚Schubladen-Dokument’, so Liebenstund, also nicht nur um eine strategische Leitlinie, sondern auch um eine wichtige Hilfestellung zur Ermittlung relevanter Projekte. Der zu erarbeitende Maßnahmenkatalog soll innerhalb einer intelligent vernetzten Region gut realisierbar sein – und nicht an der jeweiligen Gemeindegrenze enden.

Gute Wohnkonzepte sind gefragt

Als Schwerpunkt für die dicht besiedelte Region zwischen Landeshauptstadt und Flughafen drängt sich vor allem der vielschichtige Aspekt Wohnen auf: Es gilt, integrierte und nachhaltige Wohnkonzepte einer immer älter werdenden Gesellschaft wie beispielsweise Mehrgenerationenwohnen zu entwickeln, dem Wohndruck bei gestiegenen Bodenpreisen zu begegnen und sich dem Problem der Bodenversiegelung auf begrenztem Raum zu stellen. Weitere Leitlinien und Lösungsansätze gilt es im Bereich von Sharing-Angeboten, beim Ausbau des interkommunalen und innerörtlichen Radverkehrs, den Aufbau von On-Demand-Angeboten und neuen Mobilitätsformen auf den Weg zu bringen.

Georg Bartls (CSU) Befürchtung, dass der „Aufwand für die einzelnen Kommunen – insbesondere die Verwaltung“ zu viele Kräfte binden würde und zu hoch sei, versuchte Liebenstund mit der Auskunft zu entkräften, dass die inhaltliche Arbeit von einem elfköpfigen Team der beiden Büros sowie der Nord-Allianz-Geschäftsstelle erledigt würden. Noch im laufenden Monat soll die neue Smart-Region-Strategie begonnen und innerhalb von 22 Monaten entwickelt werden – unter Einbindung verschiedener Akteure, Interessensvertretern und unterschiedlichen Zielgruppen aus der Region. Angedacht sind Workshops mit Bürgerbeteiligung und Gästen aus Wirtschaft und Verbänden.

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