1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising
  4. Eching

SPD Eching scheitert mit Antrag: Vorerst keine Sonderregel für die Kita Regenbogen

Erstellt:

Kommentare

Kita-Gesetz
In der Kita Regenbogen gibt es keine Sonderregel was den Defizitausgleich angeht. (Symbolfoto) © Uwe Anspach / dpa

Die SPD ist im Echinger Haupt- und Finanzausschuss vorerst mit einem Antrag gescheitert, den Defizitausgleich für freie Träger von Kindertagesstätten von 50 auf 70 Prozent zu erhöhen.

Eching - Die Verwaltung, allen voran Kämmerin Andrea Jensen, sagte immerhin zu, einen entsprechenden Defizitvertrag mit der evangelischen Kirche „zu überprüfen“. Nicht zufrieden war damit Herbert Hahner (SPD), der sich vehement dafür eingesetzt hat, in diesem besonderen Fall von der Förderrichtlinie abzuweichen, wonach es für die Kita Regenbogen, deren Träger die evangelische Kirche ist, nur 50 Prozent Defizitausgleich gibt. Hintergrund für die Forderung der Sozialdemokraten ist laut Hahner eine Vorschulgruppe, in der sich um Kinder gekümmert wird, „für die die Einschulung, obwohl altersmäßig geboten, noch zu früh kommt.“ Wie in dem Antrag steht, ist das mit erhöhtem Personalaufwand verbunden, den sich der Träger nicht mehr leisten kann.

„Eine Einrichtung, die diesen Kindern ein gute Chance bietet,“ stellte Hahner im Ausschuss klar. Und fügte hinzu, sollte der Defizitausgleich sich nicht erhöhen, wäre die Konsequenz, dass es diese Vorschulgruppe, früher auch „Schulkindergarten“ genannt, „nicht mehr geben wird“. Denn für den Träger sei dieses Angebot „verdammt teuer“ bekräftigte er. Die zusätzlichen Kosten, die der Gemeinde Eching bei einer entsprechenden Anhebung des Defizitausgleichs entstehen würden, bezifferte die SPD in ihrem Antrag auf 20 000 Euro.

(Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem regelmäßigen Freising-Newsletter.)

Jensen verwies indes auf die Kommunalaufsicht und auf die gesetzliche Regelung im BayKiBig. „Wir brauchen eine rechtliche Grundlage“, sagte sie. Außerdem erinnerte sie daran, dass in besagtem Falle, wie auch von Hahner eingeräumt, weniger Kinder betreut würden als für so eine Gruppe vorgesehen. Es war von 18 statt 25 die Rede. Auch wenn es im Gremium Sympathien von verschiedenen Seiten für den Antrag gab, fand er schlussendlich keine Mehrheit.

„Der SPD-Vorschlag ist mit 7:2 abgelehnt“, stellte Versammlungsleiter Axel Reiß, der Bürgermeister Sebastian Thaler in der Sitzung vertrat, fest. Dem Vorschlag der Verwaltung „den Defizivertrag mit der evangelischen Kirche erneut zu überprüfen,“ schlossen sich alle an. Auch die zwei Vertreter der SPD. (ft)

Noch mehr aktuelle Nachrichten aus dem Landkreis Freising finden Sie auf Merkur.de/Freising.

Auch interessant

Kommentare