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Wie stabil ist die Theresienkapelle? Diese Frage treibt momentan den Siedlerverein um, wenn die angrenzende Brücke ausgebaut und auch als Umleitungsstrecke für den Schwerlastverkehr freigegeben wird.

Jahreshauptversammlung des Siedlervereins

Theresienkapelle auf dem Prüfstand

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Eching - „Vielleicht können wir heuer ja die 1000 knacken!“ Von einer positiven Mitgliederentwicklung berichtete Rudolf Weihermann, Vorsitzender des Siedlervereins, bei der Jahreshauptversammlung des aktuell 977 Mitglieder starken Vereins im Huberwirt.

Allein im vergangenen Jahr kamen 79 Mitgliedschaften hinzu. Damit führt Eching die Rankingliste aller im bayerischen Eigenheimerverband vertretenen Vereine an. Als weiterer Anreiz läuft die Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“, bei der für jede erfolgreiche Werbung eine 20-Euro-Gutschrift winkt.

Auslöser für den deutlichen „Anschub“ ist nicht nur die Entstehung neuer Wohnsiedlungen in Dietersheim, sondern auch das Angebot, als Vereinsmitglied eine Vergünstigung für die vorgeschriebene Kanaldichtigkeitsprüfung in Anspruch nehmen zu können. Diese ist in weiten Teilen von Eching letztjährig erfolgt. Rund 200 Haushalte profitierten bereits von diesem geldsparenden Service, den der Verein ausgehandelt hat. Aufgrund aktueller Publikationen zur Gefährlichkeit des Edelgases Radon in Wohngebäuden wurde beschlossen, für die Mitglieder ein Radon-Exposimeter anzuschaffen, das nach Einweisung für die Ausleihe zur Verfügung stehen soll. Vor allem, um eine Versicherungslücke bei Vorstand und Helfern hinsichtlich so genannter „Gefälligkeitsarbeiten“ zu schließen, denkt man über erweiterten Versicherungsschutz nach. Für das umfangreiche Engagement des Siedlervereins fand 3. Bürgermeister Thomas Kellerbauer Worte der Wertschätzung.

„Es gibt nicht nur Sonnenseiten, wenn ein Verein wächst“, machte Weihermann den gut 50 Anwesenden allerdings auch deutlich: Sein Dank galt deshalb insbesondere den Vorstandskollegen‚ die ihre Freizeit opfern, um der großen Anzahl von Mitgliedern gerecht zu werden. Dies gilt gleichermaßen für die Kassenführung, das Austragen der Monatsschrift und das drei Mal in der Woche geöffnete, vereinseigene Gerätelager am Wertstoffhof.

Die von Gerätewart Christoph Brecht vorgelegte Aktivbilanz umfasst in Summe 362 Einzelausleihen. Die „Hitliste“ angeführt wurden von den Heckenscheren, die über 90 Mal im Einsatz waren, gefolgt von den Vertikutierern (39). Zum Renner geworden sind die vereinseigenen Baumarkt-Rabattkarten, die 95 Mal genutzt wurden.

Nicht zuletzt gehören auch Unterhalt und Pflege der vor über 30 Jahren mit Hilfe des Siedlervereins erbauten Theresienkapelle zum Aufgabenspektrum. Zwischen Eching und Günzenhausen, an der als Fuß- und Radweg über die A 92 genutzten Autobahnbrücke gelegen, rückt das kleine Kirchlein nun wegen des Autobahnausbaus und der notwendigen Brückenertüchtigungen in den Blickpunkt. Sorgen bereitet dessen „fundamentale Standfestigkeit“, sollte das unmittelbar daran vorbeiführende Brückenbauwerk als Umleitungsstrecke für den Schwerlastverkehr während der Sperrung der Paul-Käsmeier-Brücke, der Kreisstraße zwischen Eching und Günzenhausen, genutzt werden. Zwar hat der Siedlerverein von Seiten der Autobahndirektion die Zusicherung, dass die Kapelle bei den Baumaßnahmen „berücksichtigt“ werde. Vorsorglich aber wird jetzt ein Sicherungsgutachten in Auftrag gegeben, um eventuelle spätere Schäden dokumentieren zu können. Mit der bronzenen Ehrennadel ausgezeichnet wurde Johann Riedlberger, der sich als Architekt der Theresienkapelle verdient gemacht hat und ihr bis heute viel Zeit und finanzielle Zuwendung angedeihen lässt.

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