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Alle waren mit dem Radl da beim Start ihrer Eching-Tour an der S-Bahn: vorneweg radeln (v. r.) Landtagskandidat Johannes Becher, Bezirksratskandidatin Siglinde Lebich, Bundestagsfraktionssprecher Anton Hofreiter, Gemeinderat und Fahrradbeauftragter Leon Eckert (alle Bündnis 90/die Grünen) und in gelber Schutzweste Detlev Harms (ADFC).

Grünen-Tour für mehr Fahrradfreundlichkeit vor Ort

Toni Hofreiter radelte durch Eching

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Er kam mit der S-Bahn und hat sich für seine rollende Stipp-Visite in Eching ein Fahrrad von Echings jungem Gemeinderat und jüngst gewähltem Fahrradbeauftragten Leon Eckert ausgeliehen: Anton (Toni) Hofreiter, Fraktionssprecher von Bündnis 90/die Grünen im Bundestag.

Eching – Eingeladen worden war der Bundespolitiker von seinen Parteikollegen an der Basis, Echings Bezirksratskandidatin Siglinde Lebich und dem Moosburger Landtagskandidaten Johannes Becher. Ebenfalls teilgenommen an den gut einstündigen Rundkurs durch die Gemeinde haben eine ganze Reihe interessierter Echinger Frauen und männer, die natürlich mit dem Radl da waren und als weitere Zweiradfahrer vom Fach Vertreter des ADFC (Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs).

Mit Zwischenstopps etwa an der Kreuzung Hauptstraße/Paul-Käsmeier-Straße oder an der Blauen Brücke am Echinger See ging es darum, sich gemeinsam den Status Quo zur Rad-Infrastruktur in punkto Sicherheit und Vernetzung vor Ort anzuschauen und die Ansätze für umweltbewusste Mobilität. Und da gibt es, wie Radlexperte Eckert auch auf seinem Facebook-Account postete „noch viel zu tun!“ Davon kann sich Hofreiter unmittelbar bei seiner Ankunft am Echinger S-Bahnhof ein trauriges Bild machen, nämlich vom „Verhau“ der dort installierten Fahrradständer.

Zum nachhaltigen Gesamtpaket grüner Umweltpolitik, so Hofreiters Credo, zähle als „wirkungsvoller Klimaschutz vor Ort“ unabdingbar der Umstieg vom Auto aufs Fahrrad. Man könne mit diesem einfachsten und schnellsten Mittel mehr Lebensqualität für alle erreichen. Daneben treten die Grünen auch für eine „inverse Ausweitung der Lkw-Maut“ entsprechend EU-Recht ein. Damit werden insbesondere Ortsdurchfahrten preislich absolut unattraktiv. Das Hauptaugenmerk Leon Eckerts in puncto Fahrradfreundlichkeit gilt einer adäquaten, zügigen Radwegeverbindung in die Nachbarkommunen. Nur gibt es sie von Eching ausgehend weder in Richtung Garching, noch nach Unterschleißheim oder Neufahrn. Matschige und/oder grob gekieste Feldwege und fehlende Teilstücke, teils auf viel befahrenen Bundesstraßen, ja sogar ein noch nicht abgeschlossenes Enteignungsverfahren sind da nicht zielführend. Trotz einiger Widerstände und Gegenwind, da werde man auch schon mal als „Autohasser“ tituliert, so Eckert, gehe es voran bei der Umsetzung von ressourcenschonender „grüner“ Mobilität, wenn auch mühsam: So konnte er berichten, dass nach entsprechendem Gemeinderatsbeschluss der Mitgliedsantrag der Gemeinde Eching zum Beitritt in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Kommunen (AGFK) abgeschickt wurde. Da bringt Johannes Becher schon einige Erfahrung mit aus der Stadt Moosburg, die schone eine Etappe weiter auf der angestrebten „fahrradfreundlichen Zertifizierung“ ist als Eching. Grundsätzlich ist noch viel Überzeugungsarbeit in der Zivilbevölkerung erforderlich, so Becher. Juristisch, ergänzte Detlev Harms, seien alle Verkehrsteilnehmer, also auch Fußgänger und Radfahrer, gleichberechtigt. Doch bei realistischer Betrachtung ist –noch- überall die Autofahrer-Lobby vorherrschend, wirtschaftlich, lokal-, und bundespolitisch. Dass sich überall was bewegen lässt, belegt Hofreiter mit einem „sensationellen Abstimmungsergebnis“ aus dem deutschen Bundestag Der Antrag der Grünen nach einem verpflichtenden Einbau eines Abbiege-Assistenten für Lkw, ein Thema, das durch einige tödliche Unfälle in jüngster Zeit eine sehr traurige Aktualität erlangt hat, wurde mehrheitlich beschlossen.

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