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Vermisster 25-Jähriger ist tot - Badegäste entdeckten seinen leblosen Körper im Echinger See

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Von: Magdalena Höcherl, Andrea Beschorner

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Nach vier Tagen erfolgloser Suche herrscht traurige Gewissheit: Tobias D., der auf der Brass Wiesn in Eching verschwand, ist tot.

Eching - Nach vier Tagen herrscht traurige Gewissheit: Tobias D., der am Freitag auf der Brass Wiesn in Eching verschwunden ist, ist tot. Der 25-Jährige wurde am Dienstagabend leblos aus dem Echinger See geborgen - fast in unmittelbarer Nähe zum Festivalgelände.

Badegäste bringen leblosen Körper ans Ufer

Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Nord berichtet, waren Rettungskräfte gegen 18.45 Uhr über einen auf dem See treibenden, leblosen jungen Mann informiert worden. Noch vor dem Eintreffen des Rettungsdienstes konnte der Körper durch Badegäste am östlichen Ufer des Sees an Land gebracht werden.

Durch den sofort hinzugezogenen Notarzt konnte nur noch der Tod des Mannes festgestellt werden. „Sowohl das Aussehen als auch Bekleidung und persönliche Gegenstände des Toten stimmen mit der Beschreibung des seit Freitag vermissten Tobias D. überein“, heißt es im Polizeibericht. Die Kriminalpolizei Erding hat noch vor Ort die Ermittlungen zur Klärung der Todesursache übernommen.

Traurige Gewissheit: Der 25-Jährige, der nach der Brass Wiesn in Eching vermisst wurde, ist tot.
Traurige Gewissheit: Der 25-Jährige, der nach der Brass Wiesn in Eching vermisst wurde, ist tot. © ft

Tobias D. war seit Freitagabend vermisst

Wie berichtet, war der junge Mann am Freitag mit zwei Kumpels auf dem Blasmusik-Festival am Freizeitgelände in Eching unterwegs. Gegen 21 Uhr verloren sich die drei Freunde auf der Brass Wiesn, die an die 20.000 Besucher zählte, aus den Augen. Wenig später brach auch der telefonische Kontakt ab. Seither fehlte von dem Eichenrieder (Landkreis Erding) jede Spur.

Als ihr Freund auch am darauffolgenden Samstag nicht wieder auftauchte, meldeten ihn die beiden Spezln, mit der Tobias D. auf dem Festival war, als vermisst.  Doch auch die umfangreichen Suchmaßnahmen von Polizei, Feuerwehr und Wasserwacht - zur Einsatz kamen unter anderem ein Hubschrauber - verlief ohne Ergebnis. Eine Suchhundestaffel war am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag mit sieben Hunden im Einsatz. Doch zu dem Zeitpunkt war der junge Mann bereits über 40 Stunden vermisst – in der Zwischenzeit hatte es geregnet und es waren viele Besucher vor Ort - eine schlechte Ausgangslage für die Hunde, um Witterung aufzunehmen. 

Suchaktion mit Hunderten Beteiligten

Parallel dazu organisierte die Freundin des Vermissten am Montag und Dienstag eine private Suchaktion, an der sich mehrere Hundert Menschen, darunter auch viele Echinger, beteiligten. Vor Ort wurden freiwillige Helfer eingeteilt, um die Polizei zu unterstützen. Ganze Fußballmannschaften schlossen sich der Suche an. Freunde und Familie hatten die Bevölkerung auf allen Kanälen um Mithilfe gebeten, auf Instagram, Facebook und TikTok überschlugen sich die Aufrufe, die Augen nach dem jungen Mann aus Eichenried (Gemeinde Moosinning, Landkreis Erding) offen zu halten. Nichts blieb unversucht, ihn wiederzufinden, die Verzweiflung war groß, ebenso die Hilfsbereitschaft der Menschen. Die private Suche wurde am Dienstagnachmittag eingestellt, die rund 70 Polizeikräfte durchkämmten die Gemeinde Eching und Umgebung weiter.

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord zeigte sich am Dienstag noch zuversichtlich, den Vermissten im Laufe des Tages lebend zu finden. Diese Hoffnung zerschlug sich am Abend.

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