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Applaus gab’s für die diversen Darbietungen von den rund 400 Besuchern der Echinger Seniorenweihnachtsfeier im Bürgerhaus.

Und überall liegen Wunschzettel rum

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Einmal mehr bot die Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde im Bürgerhaus die Möglichkeit, einen geselligen Nachmittag in festlichem Rahmen zu verbringen. Zumal fleißig gesungen wurde.

Eching – Bei der traditionellen Bescherung, heuer am 3. Advent, zu der alle Gemeindebürger ab 75 Jahren willkommen sind, erwartete die knapp 400 Besucher eine bekannte Mischung aus Gesang, heiteren, besinnlichen Worten und Gastlichkeit. Und während es draußen winterlich kalt war, herrschte im Saal ein gemütliches Miteinander.

Aufmerksam kümmerte sich das bewährte Team der Nachbarschaftshilfe um die Bewirtung mit Tee und Kaffee und dem passenden Weihnachtsgebäck, tischte zum Abschluss auch die abendliche Brotzeit auf. Die langen Tafeln zeigten sich hübsch eingedeckt und mit von Echinger Schulkindern gefertigter Deko geschmückt.

Auch prominenter Besuch durfte nicht fehlen. Neben Bürgermeister Sebastian Thaler waren die beiden Geistlichen gekommen, der katholische Pfarrer Martin Guggenbiller und sein evangelischer Amtsbruder Markus Krusche. Jeder gab den Gästen gute Wünsche und Nachdenkenswertes mit, natürlich mit Blick auf das bevorstehende Christfest. Thaler attestierte älteren Menschen, eine große Bereicherung für Gesellschaft und Gemeinschaft zu sein, mit ihren Persönlichkeiten und der eigenen Lebensgeschichte, mit ihrem häufigen Engagement im Ehrenamt und der wichtigen Rolle als Großeltern-Generation. Umgekehrt habe aber die Gemeinde auch für ältere Menschen viel zu bieten, damit sie sich wohlfühlen im Ort. Er nannte als zentrale Einrichtungen das Alten und Servicezentrum ebenso wie die Volkshochschule, die nicht zuletzt auch dazu beitragen würden, „die grauen Zellen in Bewegung zu halten“.

Unabgesprochen ging es in den diversen Wortbeiträgen immer wieder um Wunschzettel, die sich, je nach Lebensalter und -umständen, sehr unterscheiden. Pfarrer Krusche hatte geschlechtsspezifische Wunschzettel in Reimform dabei, die man mit selbstironischer Distanz und Selbsterkenntnis als typisch Frau und typisch Mann bezeichnen könnte. Pfarrer Guggenbiller wünschte neben dem „Spitzenreiter“ bei den Weihnachtswünschen, der Gesundheit, auch den Glauben an Christus, den Retter und Erlöser.

Zur Erheiterung der Zuhörer trug die Lesung von Ruth Schretter bei, die am 24. Dezember 87 Jahre alt wird. Gekonnt trug sie auf der Bühne ein gereimtes Weihnachtsgedicht auf boarisch vor. Auch ihr Thema war – ganz genau – der Wunschzettel. Diesen hatte eine alte, bedürftige Frau ans Christkind persönlich adressiert. Ihr Geldwunsch ging sogar größtenteils in Erfüllung; ausgerechnet dank des Finanzamts. Und sie konnte sich den so wichtigen warmen Mantel kaufen.

Mit ihren frischen Stimmen und vier Weihnachtsliedern, sogar eines auf Englisch oder mit Solo-Einlagen, konnte der Kinderchor unter Leitung von Katrin Masius gut gefallen, der auch beim gemeinsam gesungenen „Oh du fröhliche“ beschwingt Takt und Ton angab.

Und auch die meisten der Ü-75er-Gäste erwiesen sich als ausgesprochen sangeswillig und textsicher. Der Chorgesang des Männergesangvereins Harmonie stimmte ebenfalls auf die staade Zeit ein.

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