Ein Laster auf der Garchinger Straße
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Problematisch sind auf der schmalen Garchinger Straße die zahlreichen Kieslaster, die im Begegnungsverkehr auf das marode Bankett ausweichen müssen.

Echinger Räte suchen Lösungen für mangelhafte Verkehrssicherheit

Garchinger Straße: Vorerst wird nur das Notwendigste saniert

  • Ulrike Wilms
    vonUlrike Wilms
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Nur etwa 20000 bis 30000 Euro nimmt Eching heuer in die Hand, um die Garchinger Straße sicherer zu machen. Ziel: das Aufkiesen der ausgefahrenen Randstreifen.

Eching - Wie viel Geld und Aufwand soll heuer in die Verkehrssicherheit der sanierungsbedürftigen Garchinger Straße investiert werden? In den beiden betroffenen Nachbargemeinden Eching und Garching stand eine Entscheidung an, wie aufgrund des schlechten Fahrbahnzustands zwischen der Einmündung des Mastenwegs und der Umfahrung Garching-Hochbrück zu verfahren sei. Durch die wegen der Pandemie unklaren Haushaltslage und die hohen Baukosten von rund 800 000 Euro für den auf Eching entfallenden Straßenabschnitt hatte man sich im Lauf der Haushaltsberatungen bereits Ende 2020 darauf verständigt, heuer nur einen besonders neuralgischen und maroden Randbereich zu reparieren. Nämlich das Fahrbahnbankett auf der Westseite, um, wie es in den Ausführungen des Tiefbauamtes heißt, „ein weiteres seitliches Verrutschen und Herausbrechen des Fahrbahnbelags zu verhindern und die Straße zu stabilisieren“.

Erhebliches Verkehrsrisiko

Garching hat sich zunächst dafür entschieden, bis zur großen gemeinsamen Generalsanierung abzuwarten. Wie der zuständige Sachgebietsleiter, Stefan Heckl, den Echinger Ausschussmitgliedern erläuterte, kommt es wegen der geringen Fahrbahnbreite besonders im Begegnungsverkehr von zwei Lkw – in erster Linie Kieslastern – zu einem Ausweichen auf den mit Splitt versehenen Seitenstreifen, der an einigen Stellen völlig ausgefahren war und mit tiefen Lehmmulden ein nicht unerhebliches Verkehrsrisiko darstellt. Besonders kritisch: An der unbefestigten Asphaltkante hat sich ein regelrechter Absatz zwischen Straße und Randstreifen herausgebildet.

Als solide Zwischenlösung für das westliche Bankett der Garchinger Straße wurde von Expertenseite eine Verlegung von sogenannten wiederverwendbaren Rillenplatten auf frostsicherem Grund vorgeschlagen, wie es im Bereich der Neufahrner Straße nördlich von Dietersheim bereits praktiziert wurde. Damit sei gewährleistet, dass sich innerhalb kurzer Zeit nicht erneut Schlaglöcher bilden können und vor allen Dingen eine bessere Standfestigkeit, höhere Verkehrssicherheit und klare Linienführung gewährleistet sind. Dadurch entstehen Kosten von rund 145 000 Euro.

Georg Bartl (CSU) sprach sich entschieden dagegen aus, mit einem Provisorium so viel „Geld zu verbrennen“ und stieß auf Zustimmung. Er plädierte dafür, heuer nur die allernotwendigsten Ausbesserungsarbeiten mit einem Aufkiesen der ausgefahrenen Randstreifen durchzuführen. Dafür solle die Komplettsanierung – zusammen mit Garching – dann im kommenden Jahr angepackt werden, und nicht erst in 2023/24, wie es mit der Interimslösung mit Rillenplatten von der Bauverwaltung angedacht worden war. Der Ausschuss folgte Bartls Vorschlag einstimmig, in diesem Jahr nur in etwa 20 000 bis 30 000 Euro für das notwendige Mindestmaß an Aufschottung vorzusehen.

Tempo 30 soll bestehen bleiben

Um als flankierende Maßnahmen die Verkehrssicherheit zu erhöhen, soll die aufgrund des schlechten Straßenzustands ohnehin bereits von 60 auf 30 km/h heruntergefahrene Höchstgeschwindigkeit weiterhin gelten. Zusätzlich werden noch reflektierende Begrenzungspfosten am westlichen Straßenrand eingebaut, wie sie an der Ostseite, die deutlich weniger ausgefahren ist, bereits vorhanden sind.

Gefährlicher Absatz zwischen Fahrbahn und Bankett an der Westseite der Garchinger Straße: Hier soll heuer wieder aufgekiest werden.

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