Eching gegen den Schilderwald

Wahlplakate werden durchnummeriert

Vogelwild, ja zum Teil verkehrsgefährdend seien die Wahlplakate in Eching zum Teil. Dennoch fiel ein Antrag der Grünen auf die Errichtung von Sammelplakatständer statt Schilderwald durch. 

Eching – Mit ihrem Antrag auf „Sammelplakatständer statt Schilderwald“ sind die Grünen im Hauptausschuss des Echinger Gemeinderats gescheitert. Zwar empfinden auch alle anderen Gruppierungen das vogelwilde und exzessive Plakatieren insbesondere vor Wahlen, aber ebenso auch vor allen möglichen sonstigen Veranstaltern, als unschön bis verkehrsgefährdend. Und das „Bepflastern“ fast jeden Baumes und jeder Laterne entlang der Hauptstraße, Paradebeispiel ist der Echinger Stachus sei, so die Mehrheitsmeinung, durchaus „abträglich für das Ortsbild“.

Aber auch die Installation von vier großformatigen, dauerhaft aufgebauten Sammelständern, wie von den Grünen vorgeschlagen, würde keine wirksame Verbesserung gegen die herrschende Materialschlacht der Parteien darstellen, zeigten sich acht der dreizehn Bau-Ausschuss-Mitglieder überzeugt, womit der Antrag abgelehnt wurde. Als Argumente gegen die Sammelständer wurden quer durch alle Fraktionen ein zu großer Aufwand, die dafür notwendige Pflege, das Fehlen geeigneter Standflächen, zu wenig Raum für die einzelnen Parteien beziehungsweise ein befürchtetes „Kompetenzgerangel“ unter den politischen Gruppierungen ins Feld geführt. Hingewiesen wurde auf den vernachlässigten und unschönen Anblick, den beispielsweise ein vergleichbarer Sammelständer vor dem Neufahrner Rathaus abgibt.

Keine überzeugende Zustimmung fand der Vorschlag von Sybille Schmidtchen, die Plakatwände als künstlerische Installationen zu konzipieren. Sinnvoll erschien einer Ausschuss-Mehrheit dagegen die Anregung von Thomas Kellerbauer (CSU), die Anzahl der zulässigen Wahl-Plakate, nämlich 25 pro Liste, mittels nummerierter Plaketten wirkungsvoll zu limitieren. Mit 10:3 Stimmen gab der Ausschuss die Vorbereitung für eine Lösung mit nummerierten Plaketten in Auftrag. Und außerdem, so wurden die Ratskollegen von Oliver Schlenker (FW) erinnert, verfügt doch die Kommune über eine Plakatierungssatzung und die beinhalte klare und vernünftige Regeln, beispielsweise zu den einzuhaltenden Fristen und den Standorten, an die sich jeder zu halten habe. Aber so Schlenkers Appell, deren Einhaltung müsse halt auch kontrolliert werden.

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