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Brass Wiesn in Eching: Es hat wieder mal alles gebrasst

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Eching - Blasmusik heißt inzwischen meist Brass und eine Wiesn gibt es nicht nur in München. Der Beweis: Tausende lockte am Wochenende das Brass-Wiesn-Festival nach Eching - zum großen Fest der Blasmusik.

Vier Bühnen, drei Tage, unzählige Combos, weiß-blaue Tuba-Tradition, Weltmusik mit Trompete und Posaune, Rap und Pop, Rock und Blasmusik aus Böhmen, und und und: Die ganze Welt der Blasmusik war am Wochenende zu Gast in Eching, wo die Brass Wiesn wieder ein Open-Air-Feeling der ganz besonderen Art bot. 

Traktoren, Almhütten, Lederhosen und Dirndl gaben sich ein fröhliches Stelldichein mit den Pistoleros, südamerikanischem Salsa-Feuer und Folk. Stilecht auf Strohballen sitzen, sich auf dem Sitz eines Traktors lümmeln, echte Tracht oder eine Art von Individualtracht ausführen, vor der Bühne jubeln oder an einer Bierbank sitzen - es gab unzählige Möglichkeiten, die Brass Wiesn zu erleben.

Freitagmittag, das Wochenende kann kommen. Und da hatten sich die ersten Fans auch schon auf dem Festivalgelände südlich von Eching eingefunden, konnten sich von Serious Six, den Fexern oder auch den Innviertler Wadlbeißern in Stimmung bringen lassen. Nun war der Freitag mit den Hauptacts Keller Steff & Band und dem Shantel & Bucovina Club Orkestar wettertechnisch gesehen zwar nicht gerade der ideale Festivaltag (und drohte mit einer Schlammschlacht am See zu enden), dafür entschädigten die Bands und Gruppen mit zackigen Rhythmen, jeder Menge Energie, mitreißenden Shows und teilweise frechen, also „o’drahten“ Texten. Knedl & Kraut gehörten in diese Kategorie oder auch die Saustoimusi, die Hot & Brass Band ebenso wie die Blech Brass Brothers. Open Air Bühne, Zeltbühne, aber auch die Gamsbluat-Alm und die Radio-BUH-Bühne boten schon am ersten Tag Brass-Kunst vom Feinsten.

Brass Wiesn in Eching - das sind die Bilder

Volle Almhütte und bestes Festivalwetter unter bayerisch weiß-blauem Himmel - das war der Samstag, der schon um 9.15 Uhr von den Lokalmatadoren der Echinger Blaskapelle stilecht eröffnet wurde. Was dann bis zwei Uhr morgens folgte, war eine famose Mischung aus Tanzlmusi und Böhmerwald, aus traditionell angehauchter Blasmusik und den neuen Heroen bayerischen Liedguts wie dicht & ergreifend, ein Mix aus pfiffigen Combos wie der Schotterblosn und den ganz großen Könnern wie den CubaBoarischen. 

Perfektes Festival - bis auf diese Zwischenfälle

Große Kapellen wie die Badische Brassband wechselten sich mit kleinen Gruppen wie Impala Ray ab, Django S traf auf Zwoa Bier. Und mit Pro Solist’y aus Austria kamen dann musikalisch sogar die ganz Großen auf die Bühne - die Ärzte, Prince oder auch Robbie Williams.

Dass an jenem Wochenende in Eching die meisten Gäste wohl mehr als zwei Bier konsumierten, gehört bei der Brass Wiesn schon fast zum guten Ton. Schließlich ist es eine Wiesn und man ist in Bayern.

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