In Echings Musikschule

Zauberflöte: Happy End für gleich zwei Liebespaare

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Eching – Große Oper und kleine Leute – das passt hervorragend zusammen, wie die Echinger Musikschule bei ihrer fantastischen Aufführung von Mozarts Zauberflöte im Bürgerhaus eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Die weltweit bekannteste Oper ausschließlich von Kindern und Jugendlichen besetzt – kann das gut gehen? Sehr gut sogar, denn das vom Komponisten Michael Benedict Bender bearbeitete, dreistündige Werk wurde auf eine nur knapp halb so lange Version geschickt „verdichtet“.

Dabei ist nichts verlorengegangen vom zauberhaften Charakter des Originals. Dennoch bleibt die Inszenierung einer veritablen klassischen Oper, die von rund 70 Kindern und Jugendlichen gesungen wird und sich ausschließlich an der ursprünglichen Komposition orientiert, ein ebenso ambitioniertes wie anspruchsvolles Unterfangen. Unter Gesamtleitung von Katrin Masius überzeugten Kinderchor und Mitglieder des Jugendchores und meisterten ihre Rollen als Solo- und Chorsänger, Schauspieler und Tänzer mit Bravour. Ein ganzes Orchester zu ersetzen, lautete der Sonderauftrag an die Musikschullehrerinnen Edita Geli und Zara Jerbashyan, die nonstop „alle Hände voll zu tun“ hatten an ihrem Klavier. Die größeren Solo-Hauptrollen waren bis auf die Königin der Nacht (Carolina Saad) doppelt besetzt – und jede/r kam zum Einsatz, denn es gab eine Zusatzvorstellung für Schulklassen.

Rund 420 Besucher genossen eine farbenfrohe Vorführung. Selbst ganz junge Zuschauer verfolgten gebannt den Kampf gegen die Schlange, das spannende Abenteuer um dunkle Mächte und das Happy End für gleich zwei Liebespaare. Eine entscheidende Rolle bei der Überwindung aller Gefahren „spielen“ bezeichnenderweise die Zauberflöte für Tamino (Mathilda Storath/Anna Wallner) und ein Glockenspiel für Papageno (Oliver Baltay/Maria Wall). Am Ende siegt die Liebe – und der Prinz gewinnt seine Pamina (Isabel Böhm/Magdalena Hofmann), ebenso wie Papageno in Papagena (Maximiliane Frenzel/Jana Imhof) sein lang herbei gesehntes „Mädchen oder Weibchen“ findet.

Derartige Musik-Inszenierungen stehen ganz in der Tradition der Echinger Musikschule, zunächst unter Leitung von Manfred Bernt (gestorben 2005) und seiner Frau Marita, zu deren Schülerinnen einst auch die jetzige Leiterin Katrin Masius zählte. Nach den bis dato aufgeführten Singspielen und Musicals wie die Zauberharfe oder der Traumzauberbaum stellt die ebenfalls „zauberhafte“ Oper der Zauberflöte noch einmal eine besondere Herausforderung dar. Großen Anteil daran hatte ein umfangreiches Produktionsteam – von Bühnenbild und -technik über Choreografie, Catering, Kostüme, Maske und Programm- und Plakatgestaltung.

Bis zum Schluss musste sich das Publikum seinen Applaus aufsparen, um die Kinder nicht aus ihrer Konzentration zu reißen. Dafür wollte der finale Beifall kein Ende nehmen – und das zurecht.

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