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Eigentlich müssten Radlfahrer absteigen, aber das wird selten praktiziert und führt nicht selten zu brenzligen Situationen auf dem schmalen Streifen der bestehenden Brücke, die von Stegen nach Eching führt.

Zwischen Eching und Inning

Neue Brückenverbindung über die Amper

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Ein Ersatzbau für die Straßenverbindung von Eching und Inning soll künftig brenzlige Situationen vermeiden.

Inning/Eching – Die große Bedeutung des Ammersees als Naherholungsgebiet und damit auch der beliebte Ammersee-Rundweg verhilft den Gemeinden Eching und Inning zu einer neuen Brückenverbindung über die Amper. Das Staatliche Bauamt in Weilheim und die Regierung von Oberbayern haben die Maßnahme abgesegnet. Die aktuell unbefriedigende Situation mit dem rund 200 Meter langen schmalen Fußweg wird damit beseitigt. Dieser wird auch gerne von Radfahrern benutzt, so dass es immer wieder zu brenzligen Situationen kam und kommt.

Dritter Bogenbrückenbau „sieht dann auch besser aus“

Als Sibylle Gerhardt das Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung angesprochen hatte, war der Brückenbau eigentlich schon beschlossene Sache. Es wusste nur niemand. Die Grünen-Gemeinderätin hatte am Ende der Sitzung auf eben jene unbefriedigende Situation für Fußgänger und Radfahrer hingewiesen. „Wir hatten vor fünf Wochen ein Gespräch bei der Regierung von Oberbayern“, bestätigt nun Christoph Prause, Leiter der Abteilung Brückenbau in der Weilheimer Behörde, auf Nachfrage des Starnberger Merkur.

Geplant gewesen sei eigentlich eine Instandsetzung der bestehenden Brücke, die begleitend neben der Autobahn 95 über die Amper verläuft. Weil eine Instandsetzung der Pfeilerkonstruktion jedoch sehr teuer werden würde, so Prause, hätten sich die Verantwortlichen für einen Ersatzbau entschieden und in diesem Zusammenhang auch für eine Verbesserung der Situation für Fußgänger und Radfahrer. Schon bald sei ein Gespräch mit allen Beteiligten geplant.

Ziel sei, auf die Pfeiler verzichten zu können. Das funktioniert nur über eine Tragekonstruktion. „Wir beabsichtigen, einen dritten Bogenbrückenbau zu errichten“, verrät Prause deshalb. Wenn man schon zwei Bogenbrücken habe, über die die Autobahn führt, „dann sieht das auch besser aus“.

Baubeginn frühestens 2019

Ein Baubeginn sei zu diesem Zeitpunkt noch schwer zu prognostizieren, gesteht der Ingenieur. „Erstmal brauchen wir einen Planentwurf.“ Dann müsse geprüft werden, ob ein Planfeststellungsverfahren notwendig wird. „Ich denke ja“, meint Prause, „wegen des Flora-Fauna-Habitats (FFH) und diversen Biotop-flächen drum herum.“ Vorsichtig geschätzt könne dann mit einem Baubeginn 2020 zu rechnen sein. „Falls sich wider Erwarten herausstellt, dass es auch ohne Planfeststellungsverfahren geht, könnte Baubeginn auch schon 2019 sein. Ich halte das aber für unwahrscheinlich“, sagt Prause ganz offen.

„Ich habe die Idee, den Verkehr der Staatsstraße dann über die Autobahn umzuleiten. Wenn das gelingt, können wir ohne Vollsperrung bauen.“ An dieser Lösung werde gerade gearbeitet. Für Fußgänger und Radfahrer würde für die Dauer der Maßnahme eine Behelfsbrücke aufgestellt, um den Ammersee-Rundweg auch in dieser Zeit offen zu halten.

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