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Der harte Kern der Waaghäuslfreunde: (v. l.) Ludwig Frey, Hans Fischer, Willi Benkovich und Erich Greimel.

Echinger Burschen lassen es krachen

Zehntes Waaghäuslfest: ein zünftiger Geburtstag

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Einen runden Geburtstag konnte das Waaghäuslfest zu Ehren des vor einem Jahrzehnt liebevoll restaurierten Waaghäusls am Samstag begehen. Viele Gäste feierten fröhlich mit.

Eching – Zu Besuch war erfreulicherweise auch Corinna: So heißt das gegenwärtige Hochdruckgebiet, das mit hochsommerlichen Temperaturen für eitel Sonnenschein beim Echinger Dorf- und Straßenfest unter freiem Himmel sorgte.

Dazu eingeladen wurde wiederum von den Echinger Burschen, die im vergangenen Jahr erstmals die Federführung als Veranstalter von den Waaghäuslfreunden übernommen hatten. Diese waren und sind aus rechtlichen und logistischen Gründen sehr froh über die freundliche Übernahme durch einen gestandenen Traditionsverein. Als ursprüngliche Initiatoren und ehrenamtliche Restauratoren des jetzt wieder sehr schmucken kleinen Gebäudes stehen sie den Burschen, nunmehr im Hintergrund, weiter mit Rat und Tat zur Seite.

Feier mit historischem Hintergrund

Das noch junge Fest hatte 2009 Premiere, nach erfolgreicher Renovierung des vom Verfall bedrohten fast 120 Jahre alten Häuschens, das die alte Viehwaage der Gemeinde beherbergte. Die Feier mit ihrem historischen Hintergrund, deren unterschiedliche Facetten jedes Jahr mit einem anderen Thema aus Echings dörflicher Vergangenheit beleuchtet und teils mit Gerätschaften aus dem Heimatmuseum illustriert wurden, ist wegen ihrer ganz eigenen Mischung aus gemütlicher Geselligkeit und kulinarischer Gastlichkeit bei Jung und Alt beliebt. Auch heuer ließ es sich im Schatten von Bäumen und Schirmen gut – und lange – aushalten.

Die Gastgeber hatten zahlreiche leckere und auch süffige Argumente zum Verweilen auf der Speise- und Getränkekarte. Dazu zählten das opulente Kuchen- und Tortenbüffet der Landfrauen, der köstliche Schweinsbraten mit Kraut- und Kartoffelsalat sowie die Grill-Station. Auch der Steckerlfisch fand reißenden Absatz. Am hübsch dekorierten Getränke-Stand mit den netten Ladies hatten diverse alkoholische Schmankerl wie die Früchtebowle, viele Abnehmer. Dazu spielte der Musikverein Sankt Andreas unermüdlich auf. Und auch echte „Knaller“ waren geboten – dank der Pfaffenhofener Goaßlschnalzer, die über den Köpfen der Besucher kunstvoll ihre Peitschen schwangen.

Sehenswertes Spalier von Bulldogs

Flankiert wurde der Straßenbiergarten rund um das Waaghäusl mit seinem eigenen Maibaum im August von einem sehenswerten Spalier diverser Bulldogs aus dem Besitz verschiedener Bauernfamilien. Eine thematisch dazu passende, faszinierende Attraktion im Spielzeugformat steuerte einmal mehr der Neufahrner Josef Neumeier mit seinem maßstabsgerechten und originalgetreuen Modell des Dampfdreschens und dessen figurenreicher Ausstattung bei. Ein blumengeschmückter Erntewagen gab ein sehenswertes, buntes Bild ab von allem, was auch heute noch so wächst und gedeiht auf Echinger Flur.

Mit den von Gemeindearchivar Günter Lammel zusammengestellten Fototafeln, die heuer ein Jahrzehnt Echinger Waaghäuslfest von den Instandsetzungsarbeiten am Gebäude und der Premiere 2009 bis zum vergangenen Jahr bunt und anschaulich bebildert, konnten die Betrachter die einzelnen Themenschwerpunkte noch einmal Revue passieren lassen. Die Dokumentationen unter vielen anderen über die Kartoffel- und Heuernte „einst und jetzt“, „von Wagen und Waagen“ oder über „das Jagdwesen in der Gmoa“ haben einen hohen Wiedererkennungswert – und bieten außerdem einen gar nicht langweiligen Einblick in die Ortshistorie.

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