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Schöne Überraschung: Die Feuerwehr-Ehrenmitglieder (v. l.) Georg Geil sen., Günter Lammel, Clemens Seemüller, Ludwig Frey, Willi Benkovich und Hans Fischer sen. erhielten im Rahmen der Jahreshauptversammlung eine Anstecknadel.

Dienst in Staub und Dreck

Echinger Feuerwehr sehnt Ende der Großbaustelle entgegen

Eching - Drei Jahre lang mussten die 90 Aktiven der Feuerwehr Eching auf einer Großbaustelle ihren Dienst versehen. Jetzt ist das Ende des Ausnahmezustands in greifbare Nähe gerückt.

Als letzter „Baustein“ soll in dieser Woche mit der Erstellung der Außenanlagen begonnen werden. Wie Kommandant Stefan Maidl bei der gut besuchten Jahreshauptversammlung am Freitagabend berichtete, wird die Einweihung des Gerätehauses und die Weihe des ersten Wechselladers am 27. Mai gefeiert. Am 28. Mai gibt es für die Bevölkerung einen Tag der offenen Tür im runderneuerten Gebäude. Schöner Zufall am Rande: Der neue Wechsellader wurde pünktlich zu Versammlung geliefert und von den anwesenden Feuerwehrkameraden erst einmal gründlich in Augenschein genommen.

Seinen ersten Jahresbericht lieferte der neue Vorsitzende Josef Kurz ab – und der hatte es mit 2519 Vereinsstunden wahrlich in sich. Dies war in großem Maße der umfangreichen Eigenleistung der Kameraden für die Einrichtung und Ausstattung ihres neuen Hauses geschuldet „Da wurde nicht nur geschimpft, sondern angepackt“, sagte er. „Ganze Samstage wurden geopfert.“ Mit Geld aus der Vereinskasse konnte die Möblierung der Aufenthaltsräume komplettiert werden.

Ebenso wie Kurz sprach auch der Kommandant von einem „ereignisreichen Jahr.“ In Summe erbrachten die 90 Aktiven 12 049 Stunden im Dienste der Allgemeinheit – ein Plus von 1640 gegenüber dem Vorjahr. 2015 schlugen 75 Brandalarme zu Buche, darunter ein großer Stadlbrand in Weng und der Brand des Neufahrner Mesnerhauses. Die Anzahl technischer Hilfeleistungen ist auf 120 Einsätze angestiegen – von der Beseitigung von Sturmschäden über Gefahrgut- und S-Bahn-Einsätze bis zu mitunter äußerst belastenden Verkehrsunfällen. Besonders ins Gewicht fielen Wartung und Pflege an Gerätehäusern, Fahrzeugen und Material mit einer stolzen Summe von 4362 Stunden, die zu einem nicht unerheblichen Teil auch den Aus- und Umbauarbeiten und dem dabei immer wieder anfallenden Staub und Dreck geschuldet waren.

Übungen zu (Digital-)Funk, Atemschutz und Leistungsabzeichen und diverse Einweisungen im Zusammenhang mit High-Tech-Ausrüstung summierten sich auf 1524, die Ausbildung auf 1415 Stunden, darunter auch eine viertägige Drehleiterausbildung für sechs Feuerwehrler aus Allershausen, Eching und Neufahrn.

Aufgrund des ständig steigenden Verwaltungsaufwandes wurde seitens der Gemeinde eine zusätzliche Halbtagesstelle im Feuerwehrhaus bewilligt. Ein großer Dank von Bürgermeister Josef Riemensberger und Kreisbrandinspektor Helmut Schmid galten Führung und Mannschaft der Feuerwehr Eching. Mit persönlichen Worten drückten sie ihren Respekt aus. Im Rahmen der Versammlung wurden auch Mitglieder geehrt (Bericht folgt). Auf die Ehrenmitglieder wartete eine schöne Überraschung: Sie erhielten eine Ehrennadel.

Ulrike Wilms

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