Ausgezeichnet: (v. l.) Prof. Richard Balling (Staatsministerium), Reinhold und Richard Lindermeier, Josef Dill (Ministerium) und Andreas Franzl (Kleinbrennerverband).fkn

Die edlen Tropfen der Lindermeiers

Fürholzen - Allen Grund zum Feiern hatten die bayerischen Obst- und Kleinbrenner kürzlich in der Würzburger Residenz. Auch eine Brennerei aus Fürholzen konnte sich über Preise aus dem Ernährungsministerium freuen.

690 Produkte von 159 Betrieben wurden heuer im Rahmen der Bayerischen Obstbrandprämierung getestet. Die edlen Tropfen mussten sich einer genauen Prüfung unterziehen, die durch die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und eine Expertenjury durchgeführt wurde.

Dabei überzeugten auch die Produkte von Reinhold und Richard Lindermeier. Die beiden Brüder führen zusammen seit 2008 die Destillerie Schusterhof in Fürholzen. Schon 2010, 2012 und 2014 wurden die Edelbrenner für ihre Schnäpse ausgezeichnet. „Auch wenn wir schon zum vierten Mal die Ehre hatten, auf der Veranstaltung dabei zu sein, bleibt es doch immer etwas ganz Besonderes“, sagt Reinhold Lindermeier.

Dass sich die Brüder zu den besten Brennern des Freistaates zählen können, zeigt sich in den Bewertungen: Mit 95,7 von 100 möglichen Punkten überzeugte am meisten der Quittenbrand ihrer Destillerie, dicht gefolgt vom Zwetschgenbrand, der im Holzfass gelagert wird, mit 94 Punkten. Zusätzlich zu diesen beiden Sorten überzeugten sie mit ihrem Holunderbrand, dem Kricherlbrand, Vogelgeist und ihrem klaren Zwetschgenbrand. Für diese sechs Spirituosen erhielten die Lindermeiers jeweils eine Goldmedaille.

Die Grundvoraussetzung, diese Qualität erzeugen zu können, sei natürlich gutes Obst aus der Region. Aber auch die Verarbeitung der Maische, aus der der Brand später gewonnen wird, sei eine diffizile und wichtige Sache, erklärt Reinhold Lindermeier. „Danach muss man eigentlich nur noch brennen.“

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