Übergabe der Säule an die Gemeinde: (v. l.) Margret Lösch, Abibou Lo (vorne), Gerti Heitmann, dahinter Altbürgermeister Rolf Lösch, Rathauschef Sebastian Thaler, Elhaji Gueye (v.), Ousseynou Thiapi, Sybille Schmidtchen und Musikschulleiterin Katrin Masius. Foto: wu

Ein eigenes "Schaufenster" für die Säule der Nationen

Eching - Die imposante Säule der Nationen, ein zum Fest der Kulturen im Juli entstandenes Mosaik- und Gemeinschaftswerk, hat einen Standort gefunden. Sichtbar und gut gesichert befindet sie sich nun im Erdgeschoss der Echinger Musikschule - hinter der Glasfront zur Unteren Hauptstraße.

Die von der offenen Mosaikwerkstatt unter Leitung von Margret Lösch aus unzähligen Fliesen- und Porzellanscherben gestaltete Stele wurde kürzlich von Sybille Schmidtchen, Vorsitzende des Echinger Kulturforums, dem Veranstalter des Multi-Kulti-Festes, als Geschenk an die Gemeinde übergeben. Als Gegengeschenk hatte Bürgermeister Sebastian Thaler Schoko-Nikoläuse für die kreativen Kräfte mitgebracht - und einen Fliesenschneider.

Die erste Idee zu einer offenen Kunstwerkstatt für Flüchtlinge und Einheimische entstand bei Margret Lösch zum Zeitpunkt, als über 200 männliche Asylbewerber in der Notunterkunft Realschulturnhalle ohne rechte Privatsphäre zusammengepfercht leben mussten und zudem noch zur Untätigkeit verdammt waren. Da sollte mit einer sinnvollen und bereichernden Beschäftigung Abhilfe geschaffen werden. Es dauert noch bis zum März, doch dann konnte es jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr im Werkraum des ASZ losgehen mit der Gestaltung dekorativer Säulen-Unikate, die anschließend zum Verkauf stehen.

Zum Kulturfest wollte die Mosaikwerkstatt etwas Besonderes beitragen und so wurde bereits im Vorfeld die über zwei Meter große Nationensäule konzipiert. Auf einer Plakette stehen die Namen aller an ihrer Entstehung Beteiligten: Neben den drei engagierten Schwarzafrikanern Abibou Lo, Elhaji Gueye und Ousseynou Thiapi sind dies Gerti Heitmann, Margret Lösch, Waltraud Opitz, Christa Rennicke und Rosemarie Uffinger. Dieses internationale Teamwork, so Sybille Schmidtchen, „ist eine wunderschöne Erinnerung an das erste Fest der Kulturen und ein dauerhaftes Symbol für Offenheit und Vielfalt in unserer Gemeinde“.

Das Miteinander der 90 in Eching lebenden Nationen wird dokumentiert durch die große (Erd-)Kugel als Kopf der Säule, auf der zahlreiche handgemalte Flaggen zum runden Ganzen zusammengefügt sind. Bei genauem Hinsehen erkennt man außerdem die in die Mosaik-Säule eingearbeiteten Münzen aus aller Welt.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

BI Attaching: „Söder ist zehnmal gefährlicher als Seehofer“
Der „Paukenschlag“, mit dem das Jahr 2018 begonnen habe, stimmt den Vorsitzenden der BI Attaching hoffnungsfroh. Söders Kurswechsel sorgt für gute Stimmung bei den …
BI Attaching: „Söder ist zehnmal gefährlicher als Seehofer“
Stellungnahme gegen 3. Startbahn: Kranzberg verschärft den Ton
Der Gemeinderat hat noch einmal nachgelegt und seine Stellungnahme zum Luftverkehr im Zuge der Fortschreibung des Regionalplanes München „verschärft“.
Stellungnahme gegen 3. Startbahn: Kranzberg verschärft den Ton
Die Ortsdurchfahrt Helfenbrunn steht im Fokus - auch ohne Strabs
Wenn alles gut geht, wird im kommenden Jahr mit dem Ausbau der maroden Ortsdurchfahrt in Helfenbrunn begonnen. Bei einer gemeinsamen Sitzung des Kirchdorfer Gemeinderats …
Die Ortsdurchfahrt Helfenbrunn steht im Fokus - auch ohne Strabs
Räte wünschen sich eine S-Bahn-Station
Da waren sich die Marzlinger Gemeinderäte einig: aufgrund der gesundheitlichen Auswirkungen des Fluglärms sowie der Fein- und Ultrafeinstaubbelastung im Umland des …
Räte wünschen sich eine S-Bahn-Station

Kommentare