Baustelle in Gefahr: Noch dürfen die Arbeiten für die Windkraftanlage bei Johanneck weitergehen. Noch. Bild: Gleixner

Klage gegen Projekt in Paunzhausen

Eilanträge gegen Windrad: Jetzt droht Baustopp

Paunzhausen - „Bedauerlich.“ Das ist die Reaktion von Thomas Gasteiger. Denn nicht nur, dass eine der drei Klagen gegen das von ihm geplante Windrad bei Paunzhausen vor dem VG erfolgreich war. Jetzt droht auch noch der Baustopp.

Es nimmt kein Ende: Erst ein langes Genehmigungsverfahren inklusive Widerstand des Gemeinderats, dann eine Klage, der das Verwaltungsgericht München am 5. Februar wegen 13 Zentimeter zu wenig Abstandsfläche stattgegeben hat, und jetzt auch noch zwei Eilanträge auf Baustopp. Thomas und Johann Gasteiger, die bekanntlich bei Johanneck das erste Windrad im Landkreis errichten wollen, werden in ihrem Vorhaben weiter behindert.

Wie Karolin Franzke, die Pressesprecherin des VG, entsprechende Informationen des Freisinger Tagblatts bestätigte, seien kurz nach der Verhandlung vor elf Tagen zwei Eilanträge auf Baustopp gestellt worden. Initiatoren dürften die beiden Bürger sein, deren Klage am 5. Februar abgewiesen worden war. Thomas Gasteiger selbst sagte zum FT, ihm sei ebenfalls bekannt, dass es solche Eilanträge gebe. „Aber ich weiß auch nichts Genaues“, ergänzte der potenzielle Windrad-Investor. Im Grunde halte er diese beiden Anträge nur für einen „weiteren juristischen Schachzug“. Gasteiger bedauert, dass mit so einem neuerlichen „Nebenschauplatz“ versucht werden solle, ein Projekt zu verhindern oder auszubremsen, „das im allgemeinen Interesse liegt und der Energiewende dienen würde“. Gasteiger vertraut allerdings darauf, dass das VG die Sache richtig beurteilen und klären wird.

Derweil könnte Gasteiger, weil er mit der Genehmigung auch den sofortigen Vollzug erlaubt bekommen hatte, weitere Vorarbeiten zur Errichtung des 180 Meter hohen Windrads durchführen lassen. Denn erst muss das Verwaltungsgericht über die Eilanträge entscheiden. Wann das so weit sei, konnte die VG-Pressesprecherin nicht sagen: „Rufen Sie mich in ein paar Wochen wieder an“, so Franzke.

Sollte es tatsächlich zum Baustopp kommen, dann hätte er mit seiner Investition allmählich wirklich ein Problem, so Gasteiger.

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