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Das symphonische Blasorchester der Echinger Blaskapelle war in der zweiten Programmhälfte und erstmals beim Neujahrskonzert im Bürgerhaus dabei.

Verschiedenste Werke

Ein bunter Melodienstrauß zum Echinger Neujahrskonzert

Der Reichtum einer Gemeinde bemisst sich nicht unbedingt und ausschließlich an materiellen Werten: Sowohl das Neujahrskonzert als auch der Neujahrsempfang (wir haben berichet), zeigten eindrucksvoll auf, dass auch das kulturelle und soziale Leben, das innerhalb einer Kommune gepflegt wird, die Gemeinschaft prägt und bereichert.

EchingAngefangen mit drei jungen Instrumental-Solisten, allesamt Preisträger bei „Jugend musiziert“ und Könner ihres Fachs, über das Salonorchester der Musikschule bis zum Symphonischen Blasorchester stellten einheimische Kräfte ihre konzertante Vielfalt unter Beweis. Für über 500 Gäste im ausverkauften Bürgerhaus, unter den zahlreichen Honoratioren auch einige Bürgermeister der benachbarten Gemeinden und die Landtagsabgeordneten Florian Herrmann und Benno Zierer, gestalteten sie einen schwungvollen und abwechslungsreichen musikalischen Jahresauftakt. Geboten wurden Kompositionen von Rachmaninoff bis Rossini, mit klassischen, folkloristischen und zeitgenössischen Melodien, mit Marschmusik und sinfonischen Werken, Walzerklängen und weiteren tänzerischen Akzenten aus aller Welt.

Aushängeschilder der Echinger Musikschule sind unbestritten junge Talente wie Daniela Gelic (Querflöte), Niklas Lohmann (Klavier) und Maximilian Kleemann (Violine), die mit ihren eindrucksvollen Soli den Auftakt machten. Als Conferencier, Spaßvogel, Stehgeiger und nicht zuletzt Leiter des Salonorchesters in Personalunion agierte einmal mehr Musiklehrer Georg Straßmann. Mit seiner eigenwilligen „Ode an Eching“ versuchte er sich zudem an einem Exkurs ins lyrische Metier: Eching habe als „kleiner Fleck auf dem Gürtel aus Speck“ neben „München und Freising als Favoriten nicht wirklich viel zu bieten“, lautete sein gereimtes Urteil. Dem stellte er allerdings positiv das gleiche Niveau aller Menschen, nämlich rund 465 Meter über dem Meeresspiegel und ihre Freundlichkeit entgegen. „Ohne Sorgen“, der Titel dieses schmissigen Walzers von Josef Strauß, passte so recht zum bunten Melodienstrauß, den das Salonorchester mitgebracht hatte. Von romantisch mit der Rimianto-Serenade von Enrico Toselli bis feurig-furios beim andalusischen Tanz von Gerhard Winkler oder der flinken Tarantella La Danza von Gioachino Rossini reichte das melodiöse Repertoire des mit Streichern und Klavier, Querflöte und Percussion besetzten sieben- bis neunköpfigen Instrumental-Ensembles. Erstmals zu Gast beim gemeindlichen Neujahrskonzert, entfaltete das Symphonische Blasorchester der Echinger Blaskapelle unter Leitung von Fabian Schmidt in der zweiten Programmhälfte nuancenreich seine große Klangfülle. Für diese Premiere hatte der Dirigent, der seinen Part auch moderierte, als Schwerpunkt eingängige slawische Konzertliteratur, einen Marsch von Sergei Prokofiev, den „Second Waltz“ von Dmirti Schostakowitsch sowie die Slavonik Folk Suite des amerikanischen Komponisten Alfred Reed ausgewählt. Nach dem imposanten Konzertmarsch von Edward Elgar „Pomp & Circumstance Nr. 1“ und der an dieser Stelle unerlässlichen Zugabe ging es von den musikalischen Genüssen auf der Bühne zu den kulinarischen am Buffet und damit zum gemütlichen Teil des Abends über.

Ulrike Wilms

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