Freysing larks interpretieren Ella Fitzgerald 

Ein Hauch von Ballroom

Die Stimme Ella Fitzgeralds ist einzigartig – und doch kamen die Freysing Larks dem Original am Wochenende nahe. Sehr nahe. Sie boten den Freisingern eine Show der Extraklasse.

Von Maria Martin

Freising Große Gefühle und große Stimmen: Der „First Lady of Song“ widmeten die Freysing Larks und die Bigband des Camerloher-Gymnasiums am Wochenende zwei bewegende Konzerte. Sowohl am Samstag-, als auch am Sonntagabend war die Aula des Camerloher-Gymnasiums anlässlich des Konzertes zum 100. Geburtstags von Ella Fitzgerald so gut wie ausverkauft.

Ihre Stimme klang mal frech, mal fröhlich, mal sanft und samtig, mal tief und dunkel. Eigentlich glaubte man, das unnachahmliche Timbre dieser Stimme könne nie wieder live zur Aufführung kommen. Doch die Solistinnen der Freysing Larks, angeführt von Julia Schröter, kamen der Jahrhundertstimme schon recht nahe.

Ganz im Stil der „swinging forties“ betraten die rund 70 Sängerinnen und Sänger die Bühne. Glamour versprühten die glitzernden Abendkleider, die an die Atmosphäre des legendären Savoy Ballroom im New Yorker Stadtteil Harlem erinnern sollten, in denen sich bis in die 60er Jahre illustre Gäste trafen, um den Klängen des Jazz zu lauschen. Ein roter Teppich führte über die Stufen hinauf zum Gebäudekomplex des Camerloher. Die Aula bot für das Musikevent genau den richtigen akustischen Rahmen.

Es war die Stimme der Freisinger Jazz-Sängerin Julia Schröter, von Norbert Huber am Klavier begleitet, die mit „Somewhere over the rainbow“ die ersten Töne anstimmte. Der Klassiker „How high the moon“ wurde ebenfalls von Schröter interpretiert – diesmal begleitet von den gut getakteten Tönen, die Yvo Fischer dem Kontrabass entlockte und dem treibendem Schlagwerk von Stephan Treutter. Wunderschöne Soli folgten von den talentierten Solistinnen der „freysing larks: „Love is sweeping (Christine Rudolfer), „Someone to watch over me“ und „Just a closer walk with thee“ (Brigitte Weithenauer), „Agua de beber“ und „The man I love“ (Andrea Röder), „Singing’ in the rain“ (Christiane Rennig und Niali Palfreyman), „Get happy“ und „Nice work if you can get it“ (Susanne Fischer). Mächtig eingeheizt wurde von der Bigband des Camerloher, das ungeachtet der eh schon schweißtreibenden Temperaturen im Saal, nochmals kräftig nachlegte: „Boogie Stop Shuffle“ oder „Smoke gets in your eyes“, um nur einige der rasanten Titel zu nennen.

Mit akrobatischer Leichtigkeit wirbelten die Tänzer der Showtanzgruppe „fly’ n’ dance“ zu Rock ’n’ Roll über das Parkett. Zuvor hatten die „Ragtag dancers“ schon für viel Applaus gesorgt. Und weil die Königin des Jazz im fort geschrittenem Alter an Diabetes litt, so war es für die Akteure unter ihrem Leiter, Norbert Huber, eine Selbstverständlichkeit, einen Teil des Erlöses des Abends an die Diabetikerselbsthilfegruppe in Freising zu spenden. Ein wundervoller Abend, der den Akteuren kaum enden wollenden Applaus bescherte.

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