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Die neue Friedhofskapelle wurde am Wochenende in Gerlhausen eingeweiht – bei strömendem Regen.

Friedhofskapelle Gerlhausen Eingeweiht

Ein Ort, der Trost und Hoffnung spendet

Zolling/Gerlhausen - Die Friedhofskapelle in Gerlhausen erstrahlt in neuem Glanz. Am Sonntag wurde der Neubau offiziell eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Auch wenn es dem festlichen Anlass entsprechend ganz und gar unwürdig war, so hatte Petrus just in dem Augenblick seine Himmelsschleusen weit geöffnet, als sich die große Schar der Gläubigen vor dem „Leichenhaus“ versammelt hatte.

Pater Ignatius Kullu, der den kirchlichen Segen spendete, nahm’s mit Humor: „Regen bringt Segen“, schmunzelte der Geistliche. Risse an den Außenwänden und erhebliche Bodenerosion entlang der Friedhofsmauer hatten letztendlich den Ausschlag dafür gegeben, dass eine Grundsatzsanierung nicht mehr länger aufzuschieben gewesen sei, betonte Bürgermeister Max Riegler. Und dass ein Abriss des Leichenhauses an der Gerlhauser Kirche St. Valentin die vernünftigste Lösung gewesen sei, das hätten auch die Zollinger Gemeinderäte in einem einstimmigen Beschluss im Juni 2014 so gesehen. Zwei Jahre lang hat es gedauert, bis der Ersatzbau wieder für einen geregelten Bestattungsbetrieb zur Verfügung stand. Und dass das, was sich in der Planung gestalterisch an den Vorgängerbau angelehnt hat, wirklich wunderschön geworden sei, darüber waren sich alle einig. Pater Ignatius Kullu lobte die die strenge Architektur, die keineswegs düster sei. Die Friedhofskapelle – er verwende diesen Namen lieber als Leichenhaus – solle den Angehörigen Raum für einen Augenblick des Ausruhens bieten sowie Trost und Hoffnung geben. Er lud die Anwesenden dazu ein, doch auch den Innenraum der Kapelle zu betreten. Als „Bauherr“ bedankte sich Riegler für die gute Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates in Oberappersdorf. Das Engagement der Mesnerin, Theresia Brunner, hob der Rathauschef besonders hervor. „Es war ein gutes Miteinander.“

Für die Friedhofsbesucher steht jetzt auch ein modernisierter Brunnen für die Entnahme des Gießwassers bereit. Neun Baufirmen waren an dem insgesamt 85 000 Euro teurem Bauprojekt beteiligt. Und dass der anschließende Stehempfang dann im Freien statt finden konnte, dass spricht eigentlich nur für die Gläubigen. Petrus hat doch noch ein Einsehen gezeigt.

Maria Martin

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