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Zusammen gefeiert haben (v. l.) Prälat Erich Pfanzelt, Sigmund Benker, Günther Lehrmann und Hubert Hierl beim Festakt am Freitag.

Zum 90. Geburtstag Sigmund Benkers 

Ein vielseitiges Lebenswerk

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Er ist einer „der großen Patrone“, die in der Historie und für die Historie der Stadt Freising so wichtig sind: Sigmund Benker. An seinem 90. Geburtstag wurde dem Träger der Goldenen Bürgermedaille der Stadt Freising von Weggefährten die Ehre erwiesen.

Freising – Das Licht in der Aula des Dom-Gymnasiums war gedämpft, die Musik aus der Feder von Andreas Lidl, interpretiert von Sabina Lehrmann und Christoph Eglhuber, dem ehrwürdigen Anlass angemessen. Galt es doch an jenem Freitagabend eine ganz besondere Persönlichkeit zu ehren, die seit Jahrzehnten mit Freising eng verbunden ist: Der Historische Verein Freising hatte zum 90. Geburtstag seines Ehrenvorsitzenden Sigmund Benker auf den Mons doctus zur „Familienfeier“ geladen, wie der jetzige Vorsitzende Günther Lehrmann sagte.

Benker, so Lehrmann, zeichne sich durch Bescheidenheit und seine zurückhaltende Art aus, obwohl sein Lebenswerk doch von großer Vielseitigkeit geprägt sei. Allein die Weggefährten, die am Freitag geladen waren und die Facetten des Jubilars beleuchteten, zeigten, in welchen Bereichen Benker tätig war und Spuren hinterlassen hat: Da war der emeritierte Domkapitular, Prälat Erich Pfanzelt, der den Priester Sigmund Benker würdigte, da war der ehemalige Hauptkonservator des Landesamts für Denkmalpflege, Klaus Kratzsch, der den Denkmalpfleger Sigmund Benker ehrte, und da war der ehemalige Direktor des Diözesanmuseums, Peter B. Steiner, der den Sammler Sigmund Benker beschrieb. Benkers Leben sei also geprägt von einem „erfolgreichen Wirken für die Stadt, für die Erzdiözese und für den Historischen Verein“, fasste Lehrmann zusammen.

„Fürchte Gott, tue Recht, scheue Niemanden“ – dieser Spruch könne über dem Leben Benkers stehen, der stets geradlinig und entschlossen gewesen sei, dessen „Handeln sich keinem Opportunismus gebeugt“ habe, beschrieb Lehrmann den Jubilar.

Ort und Zeitpunkt der Feier am Freitag wiesen teils bewusst, teils unbewusst Parallelen zu dem Zeitpunkt auf, als der damals noch junge Sigmund Benker 1968 den Vorsitz des Historischen Vereins übernommen hatte. Auch damals, so Lehrmann, sei die Freisinger Bevölkerung „aufgeregt“ gewesen über das, was da auf dem Domberg vor sich ging, nachdem das Priesterseminar weggezogen und die Hochschule aufgegeben worden war. Und das neue Dom-Gymnasium sei ohne den Einsatz Benkers in dieser Form nicht möglich gewesen, der die Bedeutung des Philippsbaus erkannt habe, der deshalb bekanntlich erhalten geblieben sei. Nur zwei Ereignisse und zwei Stationen, die mit dem Namen Sigmund Benker für immer verbunden bleiben werden. Jener Sigmund Benker, dem die Gratulanten am Freitag noch viele gesunde und erfüllte Jahre wünschten.

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