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Enthüllung der Statuen auf der Korbiniansbrücke 

Ein Weg, Freisinger Geschichte lebendig zu machen

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Unten lagen die Sonnenanbeter und genossen den Tag, oben beteten die Gäste und genossen den Anblick. Die Galerie der Brückenheiligen auf der Korbiniansbrücke bekam am Samstag Zuwachs: Die Patrona Bavariae und der Heilige Bonifatius füllen nun zwei der drei noch freien Pfeilernischen.

Freising – Weihbischof Bernhard Haßlberger, Dekan Peter Lederer und Pfarrerin Dorothee Löser weihten die Statuen. Die Stadtkapelle spielte auf, gestaltete die Festlichkeiten zu Ehren der beiden neuen Statuen, die auf Initiative von Alt-OB Dieter Thalhammer, Kulturreferent Hubert Hierl und der von ihnen ins Leben gerufenen Aktionsgemeinschaft Brückenheilige realisiert wurden. In einem Wettbewerb hatten die Entwürfe von Carola Heine und Bruno Wank das klare Votum der Jury erhalten – beide nicht unumstritten, beide aber Figuren, die laut Hierl „eine Botschaft vermitteln“.

Die beiden neuen Figuren seien „die schlüssige Fortsetzung einer schönen Tradition“, sagte Bürgermeisterin Eva Bönig nicht nur in Bezug auf die wechselvolle Geschichte der Brücke, sondern auch mit Blick auf die bereits errichteten Statuen des Nepomuk, des Korbinian, des Lantpert, des Otto von Freising und der Karolina Gerhardinger. Die neuen Statuen, durchaus sehr moderne Interpretationen der dargestellten Personen, würden der Brücke noch mehr Dynamik, noch mehr Gewichtung, noch mehr Bedeutung verleihen. Vor allem, so Bönig, sei dieser Weg, „Freisinger Geschichte lebendig zu machen“, auf bürgerschaftliches Engagement gegründet und von Sponsoren finanziert worden. Die Stadt Freising habe nur Pate gestanden für das Projekt.

Die Statuen, so Hierl, seien ein „Vorhaben für Generationen“. Bis es dazu gekommen sei, habe es „mannigfache Probleme“ gegeben, die aber schlussendlich aus dem Weg geräumt worden seien. Deshalb: „Wir können stolz auf diese Denkmäler und Statuen sein.“ Denn mit ihnen zeige man, dass Freising eine geistliche Stadt sei.

Weihbischof Haßlberger ging in seiner Predigt vor allem darauf ein, dass Heilige in erster Linie „Hörende“ gewesen seien, Menschen, die „ganz Ohr waren“ für das Wort Gottes. Und das sei auch die Botschaft und die Aufforderung, die die Brückenheiligen den Passanten und Betrachtern vermitteln sollten.

Die in rote Tücher gehüllten Statuen wurden dann feierlich von ihren Erschaffern enthüllt – die in Schwarz gehaltene Patrona Bavariae von Carola Heine, der hell leuchtende und in der Sonne funkelnde Bonifatius von Bruno Wank. Eine künstlerische Interpretation der Werke fiel Ordinariatsrat Norbert Jocher schwer, er kenne die Originalwerke ja erst seit einer Minute. Die Freisinger freilich hätten ab jetzt jede Menge Zeit, sich die Statuen anzusehen und so zu einem eigenen Verständnis der neuen Brückenheiligen zu kommen.

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