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Jan Werner (41) aus Zolling ist Autor und Filmemacher. Zusammen mit der Münchner Alternativ-Rock-Band Dirty Old Spice hat er nun eine Kurzgeschichte verfilmt.

Neues Projekt von Autor und Filmemacher Jan Werner

Eine Geschichte, ein Song, eine S-Klasse

Zolling - Erst das Buch „Am Ende kam die Wut“, dann der Film „Shadow of your Love“ dazu. Jetzt „Bitter Kisses“. Autor und Filmemacher Jan Werner aus Zolling hat gerade ein weiteres Projekt fertiggestellt: ein Kurzfilm nach einer seiner eigenen Geschichten, der zugleich ein Musikvideo ist. Gedreht wurde auch in Freising und Marzling.

Eigentlich wollte Jan Werner eine seiner Kurzgeschichten verfilmen. Doch sein Kameramann hatte eine andere, eine bessere Idee: Wieso den Kurzfilm, der ganz ohne Dialoge und nur mit Musikuntermalung auskommen sollte, nicht auch gleich als Musikvideo produzieren? Die Idee hat Jan Werner überzeugt, schließlich wäre dann die potenzielle Fangemeinde für das Produkt wesentlich größer.

Von seinem eigenen Lied „Bitter Kisses“ blieb also nur der Titel, der Soundtrack kommt jetzt von der Münchner Band Dirty Old Spice. Zusammengekommen sind Filmemacher Werner und die Alternativ-Rocker aus München über das Internet. Das Resultat: Ein Kurzfilm, der einen coolen Soundtrack hat, und ein Musikvideo, das eine coole Geschichte schildert.

Die Story: Eine Frau fährt nach einer Liebesnacht mit einem fremden Mann nach Hause, durchlebt im Auto noch einmal alle ihre Emotionen und Eindrücke der Nacht – vom ersten zaghaften Kuss bis zum gewaltsamen Ende der Liebesnacht. Laura Thies und Oliver Engl sind die beiden Akteure, die Jan Werner als Hauptdarsteller gewinnen konnte. Thies ist Regisseurin, Produzentin und Schauspielerin, die gerade mit dem Mystery-Thriller „Schattenwald“ große Erfolge gefeiert hat. Engl ist ein in der Szene ebenfalls bekannter Moderator und Schauspieler, den Werner schon länger kennt.

Gedreht wurde an drei Tagen, wie der 41-jährige, in Freiburg geborene Werner erzählt: Zunächst in München, dann aber in Freising und Marzling. Die Autofahrt live und in echt zu drehen, das wäre zu aufwändig gewesen, erzählt er. Deshalb hat man sich kurzerhand in eine Garage verzogen. Dass es dort trocken war, bei den Außendrehs aber teilweise geregnet hat, war nur ein kleines Problem während der Aufnahmen. Der Regen habe nicht lange gedauert, erzählt Werner, der nicht nur Romane, Kurzgeschichten und Drehbücher schreibt, nicht nur Filme produziert und Regie führt, sondern auch ein wenig Musik macht, außerdem Brett-, Karten- und Würfelspiele entwickelt.

Eine besondere Geschichte kann Werner auch zu dem Auto erzählen, in dem die Hauptdarstellerin von „Bitter Kisses“ sitzt: ein alter S-Klasse-Mercedes. Erst hätte der bekannte Komiker Florian Simbeck („Erkan & Stefan“) aus Freundschaft zu Werner einen seiner Mercedes-Oldtimer zur Verfügung gestellt. Der war dann aber – wie das bei alten Autos so ist – kaputt. Doch Simbeck habe selbst für Ersatz gesorgt, habe sich darum gekümmert, dass Werner doch ein passendes Auto für seinen Dreh bekam. Wieso aber ein alter Mercedes? Weil das Auto zum Charakter der männlichen Hauptperson passe – protzig, aber doch irgendwie „mit Stil“.

Vor kurzem wurden nun noch einige Performance-Szenen mit der Band Dirty Old Spice in Augsburg gedreht, die dann speziell in das Musikvideo geschnitten werden. Demnächst wird dann „Bitter Kisses“ Premiere feiern – wohl im Werkstattkino in München.

Und weil auch für Jan Werner das Motto gilt „Nach dem Film ist vor dem Film“ arbeitet er bereits an seinem nächsten Werk. Ein „großer Film“, also eine 90-Minuten-Produktion, soll es werden. Genre: Erotikdrama. 

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