Eine Glocke für St. Franziskus

Attaching - Bald wird die Kapelle St. Franziskus in Attaching auch eine Glocke haben: Der Gusstermin steht ebenso fest wie die Tatsache, dass die Spendernamen nicht eingearbeitet werden.

Vor den anwesenden 27 Mitgliedern verkündete Vorsitzender Alfred Alschinger: „Der Glockenkrieg fand nie statt.“ Dieser sei von den Medien erfunden worden. Zur Klarstellung: Das Tagblatt hatte Ende Januar nach Informationen aus dem engsten Kreis des Vereinsvorstands berichtet, dass sich zwei Familien bereiterklärt hätten, eine Glocke für die Kapelle zu stiften. Die wollten dafür mit ihren Namen auf dem Werk verewigt werden. Bei einigen Mitgliedern soll dies nach Angaben aus Vorstandskreisen auf Ablehnung gestoßen sein, da es sich um ein Projekt des Kapellenvereins handle.

Ein Anwesender hakte am Freitag nochmal nach, bekam aber keine weiteren Infos von Alschinger. Auch die Glockenstifter verriet er nicht: „Ich habe mein Ehrenwort gegeben, dass ich sie nicht nenne.“ Auf den Zwischenruf eines Anwesenden, dass man die Namen der Spender ja dann in der Glocke nachlesen könne, erklärte er: „Es kommt kein Name rein.“

Auch um wie viele Glocken-Spender es sich handelt, wollte Alschinger er nicht verraten. Sicher ist aber: Mit Glockenstuhl und Antrieb soll das gute Stück knapp 10 000 Euro kosten, 105 Kilogramm wiegen und einen Durchmesser von 57 Zentimeter haben. Gegossen wird sie im Beisein von Dekan Axel Windecker und interessierten Mitgliedern am 25. Mai in Passau bei der Firma Perner. Neben dem t-förmigen Franziskus-Symbol soll auch eine Szene aus dem Leben des Heiligen und Zitate aus dem Sonnengesang dargestellt werden. Der Sonnengesang soll auch außen auf der Kapelle verewigt werden: Während die Gemälde von Kirchenmalermeister Bernd Flassak im Inneren der Kapelle bereits fertig seien, werde er außen noch die drei Elemente Wasser, Erde und Luft, die im Sonnengesang vorkommen, darstellen, so Alschinger.

Auch durch Spenden trugen viele zum Entstehen der Kapelle bei: „Soviel war’s noch nie“, freute sich Kassier Albert Lederer: 24 100 Euro habe man im abgelaufenen Jahr erhalten. Seit der Gründung des Vereins 2008 seien es insgesamt 47 800 Euro gewesen. In den vorherigen Jahren zusammen habe man also mit 23 700 Euro weniger eingenommen, als in diesem Jahr, rechnet Lederer vor. Ausgegeben habe man im vergangenen Jahr 17 997 Euro, seit 2008 insgesamt 39 900 Euro. So kann man sich derzeit, zusammen mit den Mitgliedsbeiträgen, über ein Guthaben von rund 7900 Euro freuen. Das sei nicht schlecht - aber es reiche noch nicht: Es müssten ja beispielsweise noch die Außenanlagen finanziert werden.

Angela Fuchs

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