Die Krone aufgesetzt: Architekten, Bauherren, Schüler und Lehrer zeigten sich beim Richtfest begeistert von der neuen Realschule am Standort Gute Änger in Lerchenfeld. Foto: Gleixner

Richtfest für die Realschule Freising II

Ein toller Bau – nur ein Name fehlt noch

Freising – Sie tut bitter not, die neue Freisinger Realschule in den Guten Ängern. Deshalb hat man sie quasi „aus dem Boden gestampft“, wie es beim Richtfest hieß. Glaubt man den Beteiligten, entsteht in Lerchenfeld ein Prunkstück.

„Wir brauchen Platz, Platz!“, sang gestern Vormittag die Schülerband, die zur Hebweih im neuen Schulgebäude aufspielte, das der Landkreis derzeit in Lerchenfeld für gut 44 Millionen Euro baut. Im Sommer 2018 soll die Realschule II fertig sein, wie Architekt Helmut Grepmair vor knapp 100 Gästen versprach. Ganz im Sinne des Bauherrn und Landrats Josef Hauner, der es kaum glauben konnte, „dass die neue Schule in nur neun Monaten in die Höhe gewachsen ist“. Wie dringend nötig der Neubau ist, machte Hauner deutlich: Bis zur Fertigstellung musste als Übergangslösung die Containeranlage an der Erdinger Straße errichtet werden – für insgesamt satte 2,5 Millionen Euro.

Josef Hauner zeigte sich bereits am Dienstag begeistert vom neuen Schulgebäude, das einmal 24 Klassenzimmer beherbergen und 650 Schülern Platz bieten wird. Wobei der Landrat klarstellte, dass man mit dem Konzept der neuen Schule „keinen Modeerscheinungen“ hinterherlaufe, sondern es „die Möglichkeit bietet, auf neue pädagogische Herausforderungen flexibel zu reagieren“. Bisher sei am Bau alles „reibungslos“ verlaufen, freute sich Hauner. Nur der richtige Name für die Schule fehle noch. Aber auch der werde sich finden.

Freisings OB Tobias Eschenbacher – als ehemaliger Sachaufwandsträger des Realschul-Sektors – zeigte sich im Sinne der Freisinger Schüler dankbar für den Neubau. Die Karl-Meichelbeck-Realschule sei nunmal „an ihre Kapazitätsgrenzen gestoßen“. Alle Beteiligen könnten sich „auf die Schulter klopfen“, dass es seit April so problemlos läuft“, lobte er. Der OB sei schon gespannt darauf, wie die Innengestaltung ausschauen werde.

Schulleiterin Andrea Weigl sprach von „einer effektiven Planung mit einem tollen Ergebnis“. Sie habe sich die Dimension bis vor kurzem, „als alles noch Wiese war“, nicht vorstellen können. Die zügige Durchführung des Baus sollte „Motivation und Aufgabe“ sein, für ein Haus zu sorgen, in das „die Schüler und Lehrer gerne hineingehen“. Das ließen sich jedenfalls nach dem Richtspruch von Zimmerer Johann Siebler. die Richtfestgäste nicht zweimal sagen: Denn trotz Sonnenscheins war es draußen auf der Baustelle bitterkalt.  af

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