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Vorlesewettbewerb: Landkreisentscheid in der Neufahrner Bücherei

Einer war einen Tick besser

Neufahrn - Es war kein Leichtes für die Jury, einen Sieger beim Landkreis-Lesefinale in der Neufahrner Gemeindebibliothek zu küren. Viele hatten überzeugt, einige machten sich Hoffnungen. Ganz oben stand am Ende aber nur ein elfjähriger Echinger.

Nach knapp zwei Stunden war Pause – und es knisterte. Handys wurden gezückt und zuhause angerufen. Ja, es sei alles gut gegangen, der Sohn bzw. die Tochter hätte sogar Chancen, ganz vorne dabei zu sein beim Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels – dem Landkreisentscheid, um genau zu sein.

Kein Wunder, denn die, die sich hier ihr Lieblingsbuch zur Hand nahmen, sich vor allen Augen zum Vorlesen hinsetzten, hatten an ihren Schulen im Landkreis schon alle ihre Mitbewerber aus dem Rennen geschlagen. Das war auch bei Tim Frischmann von der Mittelschule in Freising-Neustift so. Der Elfjährige hatte aus dem Buch „Drachenzähmen leicht gemacht“ vorgelesen. Mit beachtlichem Erfolg, wie seine Lehrerin Jana Hölter fand. „Er war aber auch gut vorbereitet“, verriet sie. Tipps, „dass er langsam lesen“, „Emotionen mit reinbringen“ und „auch mal eine Pause machen“ sollte, habe sie ihm gegeben. Der Sechstklässler selbst rechnete sich durchaus etwas aus: „Ich bin mir nicht ganz sicher, aber ich habe, denke ich, schon Chancen.“ Das dachten sich auch andere der 17 Teilnehmer in der Gemeindebücherei. Zurecht, wie Leiterin Michaela Reidel fand. Sie wollte in der Pause jedenfalls keine Prognose abgeben. „Das sind schon tolle Beitrage gewesen, super Beiträge“, betonte sie.

Nach der mit Spannung erwarteten Entscheidung der Jury, erklärte sie, dass es eben „einen Sieger geben muss“. Alle anderen könnten sich aber als Zweitplatzierte fühlen. Reidel verteilte Bücher und Urkunden an diejenigen, die nicht gewonnen und es somit auch nicht zum Bezirksentscheid Oberbayern Nord geschafft hatten.

Nur er kam eine Runde weiter: Sebastian Burg. Der elfjährige Echinger ist OMG-Schüler. Er hatte aus „Ronja Räubertochter“ gelesen und stand plötzlich als Landkreissieger da – nicht ganz unverhofft allerdings. Wie seine Mutter verriet, hat auch sein Bruder Julian schon einmal einen Landkreis-Entscheid gewonnen. Allerdings in Dachau.

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