Einweihung der neuen Wohlfühloase

Goldach - Eine Million steckt im Goldachpark, der als ein Park von hohem Erholungs-, Freizeit- und Bildungswert da steht. Frühere Kritiker sind mittlerweile verstummt. Zur offiziellen Einweihung am Mittwoch jedenfalls gab es nur lobende Worte.

Er ist 19 000 Quadratmeter groß, eine Million Euro teuer, über 80 Bäume und viele Zier- und Nutzsträucher säumen die Wege sowie den Flußlauf der Goldach. Ehemals war das Gelände im Flächennutzungsplan als Grünfläche ausgewiesen. Die Idee, diese zu einem Park umzugestalten, kam Wolfgang Reiland im Jahr 1996, als er in unmittelbarer Nähe Baugrund erwarb und dort sein Haus errichtete. Er begeisterte seine Nachbarn, darunter auch Architekt Stefan Rentz, der 2008 im Zuge der Bürgerversammlung erste Planungen und Zeichnungen vorstellte: die Renaturierung der Goldach, ein Teich, ein mäandrierender Arm der Goldach und ein Wasserspielplatz für Kinder sollten es sein.

„Der Schwerpunkt lag und liegt auf dem Wasser“, erläuterte Reiland. Hinzu kamen ein Freiluftklassenzimmer, so dass für Kinder die Möglichkeiten des Spielens, Erforschens und Unterrichtens gegeben sind. Die Naturschutzjugend „Moosbiber“ haben im Mittelteil des Parks den Insekten ein schönes Zuhause aus gebohrten Stämmen, Schilfhalmen und Stroh gebaut. „Der heutige Park hat eine hohe Aufenthaltsqualität, er dient allen Bürgern der Erholung und Begegnung“, betonte Reiland. Kritiker, die sich dahingehend äußerten, die Fläche solle der Natur überlassen und unberührt bleiben, hätten sich nun bei ihm für die hervorragende Umgestaltung bedankt.

Die Gesamtkosten des Parks belaufen sich auf rund eine Million Euro, wovon 278 000 Euro vom Freistaat, 271 000 Euro dem Leader-Projekt der Europäischen Union und die restlichen Kosten von der Gemeinde Hallbergmoos getragen werden. Mit der Beschilderung, die über die gesamte Fläche verteilt über die Entwicklung, die Ziele und auch die Flora und Fauna im Park informieren, ist der letzte Baustein des Parks gesetzt worden.

„Eine Bereicherung für die Gemeinde, die im Zuge der zunehmenden Verdichtung, der Verknappung von Natur und der immensen Versiegelung von durchschnittlichen 17 Hektar pro Tag in Bayern dringend Räume zur Erholung braucht. Mit dem Goldachpark haben wir solch‘ einen Raum, eine Oase der Erholung und gleichzeitig eine Oase der Bildung“, lobte Bürgermeister Harald Reents das Projekt.

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