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Die technischen Details des neuen Radarsuchgeräts erläutert im Inneren der Anlage der Technische Regierungsdirektor Ulrich Pongs. Foto: Gleixner

Das elektronische Auge der Sonderklasse

Freising - Sechs neue Radargeräte der Bundeswehr überwachen in Deutschland den Luftraum. Als sechstes und letztes „ARED“ wurde gestern das High-Tech-Objekt in der Radarstellung bei Haindlfing übergeben.

„Aktives Radarrundsuchgerät für den Einsatzführungsdienst“ - so heißt der neue Stolz der Luftwaffe und der Luftraumüberwachung offiziell. Kurz: ARED. Fünf ARED, die die alten MPR-Geräte aus den 60er Jahren ersetzen, arbeiten bereits seit Mitte 2013 in Deutschland. Seit gestern ist das Sextett der neuesten Generation der Luftraumüberwachung komplett: Mit großem Bahnhof wurde das ARED dem Abgesetzten Technischen Zug 248 Freising übergeben. Mit diesem Meilenstein wurde das Projekt ARED erfolgreich und termingerecht abgeschlossen.

Am 19. Oktober 2014 wurde in Freising das MPR abgeschaltet. Mit einer feierlichen Zeremonie wurde die Ära dieser Radar-Generation beendet. Nach der Demontage des MPR schaltete sich das Staatliche Bauamt Freising ein: Die Vorgaben des Projekts ARED zur Anpassung des Gebäudes und der Infrastruktur mussten umgesetzt werden. Schadstoffsanierung, neue Elektroinstallationen, Decken, Bodenbeläge, neue Wände - im März 2015 waren diese Arbeiten abgeschlossen.

Danach rückte die französische Firma Thales Raytheon Systems (TRS) an, die vom Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr beauftragt worden war. Nach den vorbereitenden Arbeiten wurde die neue Radarantenne mit einem Kran eingehoben, Ende Juni begannen die Abnahmetests, am 1. Juli wurde das Gerät offiziell abgenommen. Bis 21. August dauerte dann die Ausbildung des Bedien- und Wartungspersonals des AbgTZg 248, dann wurde der normale Betrieb in der Radargerätestellung wieder aufgenommen. Seit September ist Freising wieder ein vollwertiger und leistungsfähiger Bestandteil des Sensorverbunds des Einsatzführungsdienstes der Luftwaffe.

Grund genug also, gestern bei Häppchen und Büfett unter dem Radargerät das neue Prunkstück zu feiern und zu würdigen. Das ARED, so erfuhren die Gäste bei einem Rundgang, ist ein 3D-Radargerät, das aus einem Primärradar (Groundmaster 406-F) und einem Sekundärradar (MSSR 2000 I) besteht. Wichtig: Im Vergleich zu dem Vorgänger, dem MPR, beläuft sich die abgestrahlte Spitzenleistung auf weniger als ein Prozent. Mit dem neuen Radarsystem können Flugziele in bis zu 450 Kilometer Entfernung aufgespürt werden.

zz

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