Einen Scheck mit 2500 Euro übergab Gert Prucker an die Vorsitzende der Allershausener Nachbarschaftshilfe Luciana Cicarella. Foto: Lehmann

Das Ende einer Kulturgeschichte

Allershausen - Nach 18 Jahren hat sich das Kulturforum Allershausen, Hohenkammer, Kranzberg aufgelöst. Das Vermögen des Vereins kommt der Nachbarschaftshilfe Allershausen zu Gute.

Neun Bürger aus den Gemeinden Allershausen, Hohenkammer und Kranzberg gründeten vor 18 Jahren den Verein „Kulturforum“. Über Jahre hinweg lag der Schwerpunkt der Veranstaltungen im Kranzberger Fischerwirt. Mit der Schließung des Fischerwirts verlagerte man die Veranstaltungen in den Innenhof des Wasserschlosses Hohenkammer. Doch nicht nur der Musik wollte das Kulturforum eine Bühne bieten, auch der Malerei und Bildhauerei. So schrieb der Verein einen Künstlerwettbewerb mit einem Preisgeld in Höhe von 3000 Mark aus zum Thema „Veränderungen im Landkreis“. Die Arbeiten wurden zunächst in der Reckmühle gezeigt, wegen des Erfolges schließlich noch in Moosburg, Eching und Hallbergmoos ausgestellt. Für sein vielseitiges Engagement erhielt das Kulturforum in März 1996 den Kulturpreis des Landkreises Freising überreicht.

Doch im Laufe der Jahre wurde es durch die Vergrößerung des Angebotes auf dem Kultursektor sowohl durch Medien und auch durch vielseitige Einzelangebote für den kleinen Verein immer schwieriger, das finanzielle Risiko für Veranstaltungen zu tragen. „Die hohen Gagen, die verlangt werden und die GEMA-Gebühren taten ein weiteres", bekräftigte Gert Prucker, Vorsitzender des Kulturforums. Hinzu kam, dass in Hohenkammer mit der Gründung des „Treffpunkts Kultur“ eine weitere Konkurrenz entstand, die die Besucherzahlen ebenfalls schrumpfen ließ. Dies alles führte zum Aus des Vereins im vergangenen Jahr: In einer Mitgliederversammlung wurde beschlossen, das Kulturforum aufzulösen und das vorhandene Vermögen von rund 2500 Euro satzungsgemäß der Nachbarschaftshilfe Allershausen zur Verfügung zu stellen.

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