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Juristischer Streit noch nicht vorüber 

Das Ende der Traglufthalle

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Jetzt ist die Luft raus: Die Traglufthalle am Neufahrner Keltenweg ist nach einem Jahr Geschichte. Geplant war sie als Notunterkunft für Asylbewerber. Doch bezogen wurde sie nie.

Neufahrn – Im Mai noch hat Martina Bock, Leiterin des Tagesmütterprojekts in Neufahrn, mit den Hufen gescharrt: Ohne eine Krippe könne es keine Großtagespflege geben – doch da stand die Traglufthalle noch. Jetzt könnte es fix gehen: Aus der Halle ist die Luft raus. Und laut Bürgermeister Franz Heilmeier passt das perfekt in den Zeitplan: „Anfang 2018 soll es mit den Bauarbeiten losgehen.“ Zum Kindergartenjahr 2019/20 werde dann die Eröffnung stattfinden. Auch da ist der Rathauschef zuversichtlich: „Es wäre nur eng geworden, wenn die Halle im Herbst noch gestanden hätte.“ So kann man unter die Traglufthalle einen Schlussstrich ziehen – und den Bau der Kinderkrippe angreifen.

Das Landratsamt Freising wird das Thema aber noch länger beschäftigen. Momentan sei man immer noch in Gesprächen mit der Firma Paranet bezüglich offener Zahlungen (wir haben mehrfach berichtet). Zu Beginn des Jahres wurden Unstimmigkeiten der beiden Parteien bekannt. Dabei ging es um einen Streitwert von rund einer Million Euro, die Paranet noch erhalten solle. Eine Einigung ist derzeit noch nicht in Sicht. Wie es seitens des Landratsamts heißt, dauert der Rechtsstreit zwischen der Firma Paranet Deutschland GmbH und dem Freistaat Bayern an. Ein Ergebnis der juristischen Auseinandersetzung sei Weinmann zufolge „derzeit nicht absehbar“.

Eigentlich hätte die Traglufthalle 300 Asylbewerbern Platz bieten sollen. Aufgrund einer geänderten Flüchtlingspolitik wurde sie aber nie belegt – was gut für die ohnehin in die Kritik geratene Kinderbetreuung in Neufahrn ist. Aktuell fehlen rund 40 Kindergartenplätze. Als Grund sieht die Verwaltung jedoch weniger die Plätze selbst als die Personalnot an. Deshalb will man beim Bau der Krippe am Keltenweg auch eine Doppelstrategie fahren und als Anreiz für das Personal gleich einmal acht Wohnungen dazubauen.

ahi/af

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