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Die Fassade des neuen BRK-Zentrums wird auf alle Fälle schöner als die alte – Wettbewerb hin oder her. Kreisgeschäftsführer Albert Söhl hofft, dass es bald losgeht. 

Nach langem Warten

Endlich: Das neue BRK-Zentrum kommt!

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Freising - Bald kann es mit dem Neubau der BRK-Zentrale losgehen. Der Vorbescheidsantrag wurde im Planungsausschuss positiv beurteilt - auch wenn die Diskussion um einen Fassadenwettbewerb die Gemüter etwas erhitzte.

Jahre wartet das Freisinger BRK jetzt schon auf den Baubeginn der neuen Zentrale. Und Monate musste Kreisgeschäftsführer Albert Söhl sich gedulden, bis der Vorbescheid am Mittwoch endlich im Planungsausschuss besprochen wurde.

In zwei Phasen soll der neue Gebäudekomplex gebaut werden - ein flüssiger Übergang wird somit möglich sein. Im Erdgeschoss wird es eine Parkgarage für Einsatzfahrzeuge geben, ein Medizinlager, Essen auf Rädern und eine Kleiderkammer. Das erste Obergeschoss wird vom Rettungsdienst und der Verwaltung genutzt. Im zweiten Stock finden Jugendarbeit, Altenpflege und Schulungen eine neue Heimat.

Mit den Planungen war der Ausschuss einverstanden. Allerdings stieß ein Nebensatz FW-Stadtrat Robert Weller sauer auf: Der Gestaltungsbeirat empfiehlt demnach, einen Fassadenwettbewerb auszuloben. „Das ist ein Zweckbau, da ist so etwas nicht dienlich“, sagte Weller. Er bat darum, den Hinweis zu streichen. OB Tobias Eschenbacher konterte: „Es muss erlaubt sein, eine Empfehlung auszusprechen. Es ist doch nicht zu viel verlangt, dass man das bitte schön machen soll.“ Sebastian Habermeyer (Grüne) setzte noch einen drauf: „Niemand möchte dem BRK Steine in den Weg legen. Aber der Hinweis sollte vom Antragsteller schon ernst genommen werden.“ Das BRK tue sich selbst keinen Gefallen, wenn sie den Bau nicht entsprechend gestalten. Und wenn man keinen Hinweis geben dürfe, „können wir uns das Diskutieren auch sparen. Dann brauchen wir keinen Gestaltungsbeirat“. Anton Frankl (FSM) schlug sich eher auf die Seite von Weller: „Wir müssen das auch mal hinnehmen, dass das ein massiver Bau wird.“

Albert Söhl verfolgte die Diskussion von den Zuhörerplätzen aus. Nach der Sitzung sagte er: „Das Ergebnis an sich ist absolut positiv.“ Den Vorschlag Wellers „fand ich aber vernünftig“. Man versuche natürlich, auch ohne Wettbewerb eine gelungene Fassade zu gestalten. Aber ein Wettbewerb? Etwas mulmig sei ihm dabei schon: „Wir wollen an der Innenkonstruktion eigentlich nichts mehr verändern.“ Das sei alles von vorne bis hinten durchdacht. In Sachen Fassade und Wettbewerb will man jetzt aber in engem Kontakt mit der Stadt bleiben - um keinen Fehler zu machen. Dann könne man auch zeitnah den Bauantrag stellen. Der Vorbescheid ist durch - da ist auch der kleine Wermutstropfen Fassadenwettbewerb zu verkraften.

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