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Stehen für den Klimaschutz ein: (v. l.) Solarfreunde-Vorsitzender Hans Stanglmair, Energiereferent Michael Stanglmaier, Bürgermeisterin Anita Meinelt und Klimaschutzmanagerin Melanie Falkenstein.

zehn Jahre Energiewendebeschluss in Moosburg

Energiewende in Moosburg: Viel erreicht, aber auch noch viel zu tun

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Vor zehn Jahren hat der Moosburger Stadtrat beschlossen, den Energiewendebeschluss des Kreistags, den Landkreis bis 2035 mit erneuerbaren Energien zu versorgen, mitzutragen. Jetzt, ein Jahrzehnt später, hat man bei einem Pressegespräch Bilanz gezogen.

Moosburg – Zwei Botschaften waren den Teilnehmern wichtig: 1. Nur zusammen mit den Bürgern ist die Realisierung möglich. Und 2. Viel hat man schon erreicht, noch mehr ist aber zu tun.

Moosburgs Energie- und Umweltreferent Michael Stanglmaier konnte sich noch gut an die Anfänge erinnern: Bis in das Jahr 2000 reichen Aktivitäten und Beschlüsse des Stadtrats zurück, sich um Energieeinsparung und die Umstellung auf erneuerbare Energien zu kümmern. Beispielsweise habe man schon vor 2007 als erste Kommune im Landkreis spezielle Förderprogramme aufgelegt. 2013 habe man dann das Klimaschutzkonzept erstellt, das als Grundlage für die Umsetzung der Energiewende diene. Stanglmaiers Fazit: „Moosburg hat schon viel gemacht, aber der Großteil der Arbeit liegt noch vor uns.“

Ähnlich sieht den Stand der Dinge auch Bürgermeisterin Anita Meinelt: Neben der Umsetzung vieler kleinerer Maßnahmen habe man in den vergangenen Jahren auch wegweisende Beschlüsse gefasst. Beispiel: Die Entscheidung, dass im neuen Baugebiet „Amperauen“ nur regenerative Energien Verwendung finden dürfen. Wärme und Strom – alles schön und gut. „Das Problem schlechthin“ sei aber der Verkehr, so Meinelt. Doch auch auf diesem Sektor sei die Stadt tätig, setze nach und nach das Fuß- und Radwegekonzept um, strebe eine Verbesserung des Stadtbusangebots an. Dass man Verkehr aus der Innenstadt herausbringe und Parksuchverkehr vermeide, das sei ein weiterer zentraler Baustein, so Meinelt mit Blick auf die Diskussionen um die Umgestaltung des Plans.

Klimaschutzmanagerin Melanie Falkenstein, deren Stelle selbst ein Teil des Klimaschutzkonzepts ist, konnte berichten, dass von den 30 Maßnahmen die meisten inzwischen umgesetzt seien. Vor allem versuche man, Bürger einzubinden und zu informieren, bemühe sich aber auch um Unternehmen und lege besonderen Wert darauf, auch Kinder und Schüler an das Thema heranzuführen. In dem ihr noch verbleibenden Jahr würden die restlichen Projekte des Klimaschutzkonzepts umgesetzt.

Noch viel weiter zurück reichen die Aktivitäten der Solarfreunde Moosburg, wie deren Vorsitzender Hans Stanglmair erzählte: Schon Ende des vergangenen Jahrhunderts habe man den begriff der „Solarstadt Moosburg“ kreiert. Stanglmair sagte, in Moosburg habe sich tatsächlich schon einiges bewegt, doch es sei noch ganz viel zu tun bis 2035. „Die Bemühungen dürfen nicht nachlassen!“, forderte er. Zumal er den Eindruck habe, dass in Moosburg und Deutschland die Begeisterung für die Energiewende schon einmal größer gewesen sei. Meinelt sah das etwas anders: Es werde nur nicht mehr so viel und oft darüber geredet, weil das Thema inzwischen schon „in den Köpfen der Menschen“ drin sei. andreas beschorner

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