1. Startseite
  2. Lokales
  3. Freising

Energiewender auf dem Platz an der Sonne

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Solarkreismeister unter sich! Andreas Horn, Vorsitzender des Vereins Sonnenkraft Freising, zeichnete Rudelzhausens Bürgermeister Konrad Schickaneder, Moosburgs Rathauschefin Anita Meinelt und den designierten Attenkirchener Bürgermeister Martin Bormann (v. l.) aus. Foto: Glx
Solarkreismeister unter sich! Andreas Horn, Vorsitzender des Vereins Sonnenkraft Freising, zeichnete Rudelzhausens Bürgermeister Konrad Schickaneder, Moosburgs Rathauschefin Anita Meinelt und den designierten Attenkirchener Bürgermeister Martin Bormann (v. l.) aus. Foto: Glx

Landkreis - Der Landkreis Freising ist in Sachen Energiewende wieder einen Schritt weiter: Im Rahmen der Preisverleihung zur 10. Solar-Kreisliga wurden nicht nur die Solarkreismeister des Jahres 2012 ausgezeichnet, sondern auch zwei neue „100-Prozent-Gemeinden“.

In acht Gemeinden im Landkreis war in den vergangenen Jahren die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien schon größer als der tatsächliche Stromverbrauch: Attenkirchen, Fahrenzhausen, Haag, Kirchdorf, Kranzberg, Rudelzhausen, Wang und Zolling sind bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Jetzt stehen zwei weitere Kommunen im „Plus“: Moosburg und Gammelsdorf.

Moosburgs Bürgermeisterin Anita Meinelt und Vize-Rathauschef Peter Kalteis aus der Gemeinde Gammelsdorf berichteten über die Maßnahmen, die in ihren Kommunen den rasanten Anstieg bewirkt hatten. Bei Baumaßnahmen an den Schulgebäuden sei der Fokus auf energetische Sanierungen gelegt worden, erläuterte Meinelt. Dank der Anregung der Solarfreunde Moosburg biete die Dreirosenstadt seit kurzem nun auch städtebauliche Fördermaßnahmen bei privaten Bauvorhaben an. Man habe zudem ein Energie- und Klimaschutzprojekt in Auftrag gegeben. Ziel sei es weiterhin, die Entscheidungsträger im Stadtrat und auch die Bürger für Energiethemen zu sensibilisieren. Und da sich Moosburg den ersten Platz bei der Solarkreismeisterschaft bei den Kommunen über 6000 Einwohner gesichert hat, werde man jetzt natürlich „alles tun, um diesen Titel zu verteidigen“, betonte Meinelt.

In der Gemeinde Gammelsdorf seien in den vergangenen Jahren zahlreiche Gewerbe- und landwirtschaftliche Hallen entstanden, die mit Photovoltaik bestückt wurden, erklärte Vize-Bürgermeister Peter Kalteis. Auch die Biomasseanlage laufe „hervorragend“.

Seit zehn Jahren arbeiten der Verein Sonnenkraft Freising, die Solarfreunde Moosburg, der Freisinger Land e.V., der Bund Naturschutz sowie der Landesbund für Vogelschutz unter dem Namen „Solarregion Freisinger Land“ an der Energiewende - und da ist die Ermittlung der Solarkreismeister natürlich ein fester Bestandteil. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen: Im Jahr 2012 sei die Energiewende im Landkreis einen „großen Schritt“ vorangekommen, betonte Andreas Henze von der Solarregion. Der Anteil des Erneuerbare-Energie-Stroms am Strombedarf sei inzwischen bei 68 Prozent angelangt - und damit sei man „so nahe am 100 Prozent-Ziel wie nie zuvor“, so Henze. Der Kreis Freising sei „auf einem guten Weg“, auch wenn sich die bundes- und landespolitischen Weichenstellungen zunehmend vom Ausbau der Erneuerbaren Energien entfernen würden.

Die Ergebnisse der Solarkreismeisterschaft 2012:

Gemeinden bis 3000 Einwohner: 1. Attenkirchen, 2. Gammelsdorf, 3. Wang.

Gemeinden bis 6000 Einwohner: 1. Rudelzhausen, 2. Au/Hallertau, 3. Kranzberg.

Kommunen über 6000 Einwohner: 1. Moosburg, 2. Hallbergmoos, 3. Eching.

Auch interessant

Kommentare