Vielfältiges Programm in Haag 

Engagement für die Jugend

Haag – Wer sich um die Jugend kümmert, muss mit viel Arbeit rechnen. Allerdings nicht, weil der Haager Nachwuchs besonders anstrengend ist. Nein: Das Programm in der Ampertalgemeinde ist einfach vielfältig – und die Jugendlichen zahlen es mit besonderem Engagement zurück.

„Wir können stolz sein auf unsere Jugendlichen.“ Eine, die das genau weiß, ist die Haager Jugendreferentin Elisabeth Maier. In der jüngsten Gemeinderatssitzung präsentierte sie dem Gremium ihren Tätigkeitsbericht für das Jahr 2016.

U 18-Party, Sommerferienprogramm, Jugendtreff und überörtliche Zusammenarbeit mit den Jugendreferenten in den Landkreisgemeinden: Ein Großteil der Arbeit als Jugendreferentin falle bei der Betreuung des Jugendtreffs an, betonte Maier. Jeden Freitag zwischen 18 und 21 Uhr treffen sich die Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 16 Jahren im Kellerstüberl des Kinderhauses. Dort könne gekickert werden, gekocht und gebacken. Auch einen „Kinoabend“ gebe es dann und wann, sagte Maier lachend.

Die Jugendreferentin weiß, dass sie sich auf ihre Schützlinge verlassen kann – egal, wann: „Wenn irgendwo Hilfe gebraucht wird: Unsere Jugendlichen sind da.“ Als Beispiel nannte Maier den Martinszug im November. „Da haben sie ganz viel mitgeholfen.“ Die Inkofenerin ist überzeugt: „Die jungen Leute wollen sich sogar einbringen.“ Man müsse nur den Rahmen schaffen.

Neben der Jugendarbeit in den Haager Vereinen finde das auch im gemeindlichen Jugendtreff statt. Bei der U 18-Party, die alljährlich im Fasching in Zusammenarbeit mit den Ministranten organisiert wird, wurden sogar Bürgermeister Anton Geier und Pfarradministrator Ignatius Kullu mit „Gummibärchenbier“ gesichtet. Die Jugendlichen bestritten das Programm teilweise selber mit originellen Einlagen. „Da sind ganz viele Schauspieltalente dabei“, sagte Maier.

Das Sommerferienprogramm ist indes schon früh im Jahr ein Thema: Die Ideenfindung dafür beginne bereits im März. Bis das Programm endgültig gestaltet sei, vergingen viele Wochen. Doch es lohne sich, bestätigte die Jugendreferentin. Ihr Fazit: „Es wird sehr gut angenommen.“ Die erste Anmeldung habe sie übrigens gleich zu Beginn der Anmeldefrist kurz nach Mitternacht erhalten.

Maier ist überzeugt, dass es sich lohnt, schon früh in die gemeindliche Jugendarbeit zu investieren. Jeder Euro sei sinnvoll angelegt.

An den Treffen der Jugendreferenten der Landkreisgemeinden beteiligt sich Maier regelmäßig. Allerdings seien wenige Vertreter der Gemeinden anwesend – was ihrer Meinung nach enttäuschend sei. „Die Jugendlichen brauchen ihren Platz in der Gesellschaft.“ Und: „Dass Jugend auch schwierig sein kann, das kennen wir in Haag nicht“, betont die Jugendreferentin.

Rubriklistenbild: © dpa

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