Erdinger Ringschluss vor dem Aus: Politiker reagieren "entsetzt"

Freising - Das drohende Aus für den Erdinger Ringschluss versetzt die Freisinger Politik in helle Aufregung. Alle Mandatsträger wollen an allen Fronten für das Projekt nachbohren.

„Mit Entsetzen“ habe er aus dem FT-Artikel von dieser Entwicklung erfahren, sagte Freisings Oberbürgermeister Dieter Thalhammer. Wie berichtet, ist auf einer Giftliste der Deutschen Bahn aufgrund fehlender Finanzmittel beim Bund die Streichung des zweigleisigen Ausbaus zwischen München und Freilassing verzeichnet. Zumindest soll das Projekt nicht bis 2025 realisiert werden. Und damit steht auch der Erdinger Ringschluss, der Freising über den Airport mit der Herzogstadt verbinden soll, auf der Kippe.

Von einer „Streichungsorgie“ spricht der Freisinger OB und hofft jetzt eigentlich nur noch, dass zumindest die Neufahrner Kurve zur schnelleren Anbindung Ostbayerns und Freisings an den Flughafen nicht den Sparplänen zum Opfer falle.

MdL Manfred Pointner (FW) zeigte sich „überrascht“, dass mit der Streichung des zweigleisigen Ausbaus nach Freilassing auch der Erdinger Ringschluss sterben könnte. „Das muss überprüft werden“, forderte Pointner, der auch Angst um die Realisierung der Neufahrner Kurve hat.

„Das ist heftig“, lautete der Kommentar Christian Magerls (Grüne) zu den jetzt bekannt gewordenen Plänen. Selbstverständlich gehe der Kosten-Nutzen-Faktor zurück, wenn man die Schienenanbindung des Flughafens ohne den Ausbau Richtung Freilassing durchrechne, schwant Magerl nichts Gutes.

Und weil auch Florian Herrmann (CSU) verwundert und erbost ist, ist das Freisinger MdL-Trio in seiner Verärgerung komplett: „Ich empfinde es als dramatisch“, so die Einschätzung Herrmanns, der sich vornahm, sowohl mit Ministerpräsident Horst Seehofer als auch mit Wirtschaftsminister Martin Zeil und Landtagskollegen zu reden.

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