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Ernährungsstudie: Senioren an TU Weihenstephan begehrt

Freising - Mit ihrer Ernährungsstudie hat die TU-Weihenstephan den Nerv der Bevölkerung getroffen. Zahlreiche Freisinger wollten bisher daran teilnehmen. Jetzt suchen die Forscher wieder Interessenten– vor allem Senioren sind gefragt.

Freising – Beim ersten Mal glühten die Drähte. Als das FT im Januar davon berichtete, dass die TU für eine Ernährungsstudie nach Teilnehmern Ausschau hält, liefen am nächsten Tag die Telefone heiß, wie Pressesprecherin Johanna Thalhuber berichtete. „Sehr viele Menschen sind brennend daran interessiert, wie gesund ihr Essen ist.“ Es herrsche aber auch eine große Verunsicherung. Viele würde sich fragen: Bin ich zu dick? Stimmen meine Blutwerte?

Mit dem im Juni 2015 gestarteten Forschungscluster „Enable“ greifen Universitäten und Forschungsinstitute in Bayern das Thema „Gesunde Ernährung in allen Lebensphasen“ auf. Auch die Wissenschaftler der TU in Freising arbeiten an dem gemeinsamen Ziel mit, Strategien für eine gesundere Ernährung zu entwickeln. Deshalb wurden etliche Menschen verschiedener Altersgruppen auf Herz und Nieren überprüft. Alle erhielten eine detaillierte Analyse ihres Ernährungszustands.

Nun startet eine neue Datenerhebungswelle, wie Johanna Thalhuber berichtet: „Wir suchen Teilnehmer aus der Altersgruppe zwischen 75 und 85 Jahren und darüber hinaus übergewichtige Personen zwischen 40 und 65 Jahren, deren BMI größer 30 ist.“ Termine für zwei Vormittage würden individuell vereinbart. „Der Aufwand ist nicht unerheblich, vor allem weil die Teilnehmer zur Untersuchung ans Institut kommen müssen“, räumt Thalhuber ein. „Aber wer mitmacht, erfährt viel über seine körperliche Verfassung – und bekommt Tipps für eine gesunde Ernährung.“

Ob Analyse von Fettanteil und Muskelmasse oder Erfassung des Energiestoffwechsels, ob Blutbild oder Geruchs- und Geschmackstests – zur Bestimmung des Ernährungszustands werden viele Parameter untersucht. Auch ein Bewegungsprofil werde erstellt, berichtet Thalhuber. „Die Untersuchungen werden von Ärzten, Ernährungswissenschaftler und Studienassistenten der TU durchgeführt.“

Senioren sind für die Freisinger Forscher besonders interessant, weil sich die Zusammensetzung des Körpers, der Energie- und Nährstoffbedarf, die Verdauung, die Kauleistung und die Sinneseindrücke verändern. „Das beeinflusst die Ernährung älterer Menschen entscheidend“, betont Thalhuber. „Senioren fällt es häufig schwer, ausreichend zu essen und zu trinken.“ In vielen Fällen führe das zu Mangel- oder Fehlernährung. Ziel der Wissenschaftler sei es daher, neue Strategien zu entwickeln: Wie lässt sich das Ernährungsverhalten verbessern? Und wie kann mit Hilfe neuer Lebensmittel eine gesündere Ernährung ermöglicht werden?

Gut zu wissen

Interessierte können sich an das Enable-Studienteam wenden: Tel. (0 81 61) 71 23 95, E-Mail: enable-studienzentrum@tum.de.

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