156 Meter lang ist der Isarsteg Nord, der jetzt Lerchenfeld und das Stadtgebiet Freising miteinander verbindet. Die Integration in die natürlich Umgebung war das oberste Ziel. FOTO: BIRGIT GLEIXNER

Einweihung der Brücke

Die ersten Schritte auf dem Isarsteg

Freising - Die Planer sind zufrieden: Der Isarsteg Nord habe seinen „reality check“ bestanden und sehe so aus, wie man es sich vorgestellt habe. Am Freitag wurde die Brücke eingeweiht. Und ein Minister war auch dabei.

Die Zahlen sind imposant, das Bauwerk nicht minder. Gespannt, teils sogar ehrfüchtig schritten am Freitag die Gäste der Eröffnungszeremonie über den Isarsteg Nord, der Lerchenfeld mit der Luitpoldanlage verbindet. Sowohl OB Tobias Eschenbacher als auch Architekt Christoph Mayr sprachen von einem technisch anspruchsvollen Bauwerk, das mit einer Gesamtlänge von 156 Meter die Isar überspannt. Und an dieser technisch aufwändigen Konstruktion lag es unter anderem, dass der Steg aus 180 Tonnen Wetterfest-Stahl (plus 50 Tonnen Stahlbeton) mit etwas Verzögerung fertig gestellt wurde. Doch angesichts der Tatsache, dass sich eine Fuß- und Radwegeverbindung an dieser Stelle schon seit 1998 im Flächennutzungsplan befinde, wie der OB sagte, machten ein paar Wochen mehr oder weniger auch nichts mehr aus.

Aus Sicht der Planer sei die Integration des Bauwerks in die natürliche Umgebung „oberstes Ziel“ gewesen, so Mayr. Die Wegeführung des Stegs mit einer Fahrbahnbreite von drei Meter ähnele einem Baum oder Ast, der auch Verzweigungen aufweise und öfter mal leicht die Richtung wechsele, erläuterte Mayr den Festgästen. Und auch das Material - gerosteter Stahl, der keinen Anstrich mehr bekommt - ähnele in seiner Farbigkeit einem Baumstamm.

Und dann nahm Mayr auch noch Stellung zu dem Maschendrahtzaun, der hinter dem Handlauf angebracht ist und vor Absturz sichert: Man vergesse mal den Begriff Maschendrahtzaun, wähle stattdessen den Begriff „schwarzes, gesintertes Drahtgewebe“ - und schon sei alles gut. Im Ernst: Man habe das Material ganz bewusst gewählt, passe es doch ideal zu der Konstruktion. Und auch der OB war davon angetan: „Das schaut doch gut aus!“

Weil man für das 2,2 Millionen Euro teure Projekt 756.000 Euro Zuschüsse aus dem Leader-Programm erhalten hat, war auch der für Leader im Freistaat zuständige Minister gekommen: Landwirtschaftsminister Helmut Brunner sprach von einem „Vorzeige-Steg“, lobte dessen Nachhaltigkeit und modernes Design und betonte: 756.000 Euro Förderung für eine Maßnahme sei schon „überdurchschnittlich viel“.

Was jetzt mit 275 Kubikmeter Beton und 47 sogenannten Mikropfählen die Reißende überquert und für das man am 25. September 2014 den Spatenstich gesetzt hatte, ist jetzt fertig. Während Brunner auf Grund der neuen Verbindung dem SC Freising mehr Zuschauer prophezeite, hatten die Arbeiten noch eine andere Überraschung gebracht: Zwei alte Grenzsteine (Aufschrift „G.F.“ für „Gemarkung Freising“) wurden gefunden. Wo sie herkamen? Keiner weiß es so genau.

Andreas Beschorner

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