Die fünf Babos feierten am Dienstagabend zusammen mit Lencke Steiner und Jochen Schweizer (Mitte). FOTO: BABO BLUE

Babo Blue kam gut an

In der Höhle der Löwen: Freisinger erhalten 100.000 Euro

  • Anton Hirschfeld
    vonAnton Hirschfeld
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Freising - Eine Runde Babo Blue verteilt, und dann ging’s los - die fünf Freisinger Studenten waren mit ihrem blauen Biermix zu Gast bei der Vox-Show „Die Höhle der Löwen“. 

Die beiden Unternehmer Lencke Steiner und Jochen Schweizer stecken die Köpfe zusammen. Während sich die fünf Gründer von Babo Blue, Robin Stein (27), Kaspar Mayer (24), Ludwig Gerlinger (24), Josef Kimberger (25) und Patrick Loy (24), die Aussagen der anderen „Löwen“ in der TV-Show anhören, debattieren die beiden. Sie machen sich Notizen, drehen sich dann mit einem Grinsen zu den jungen Männern um. Ein Moment, der den Freisinger Studenten mit Sicherheit in Erinnerung bleibt.

Bei der TV-Show „Die Höhle der Löwen“ stellen Unternehmensgründer ihre Projekte vor. Fünf bereits erfolgreiche Unternehmer entscheiden dann, ob sie in das Projekt investieren wollen oder nicht. Die Gründer können eine Forderung stellen. Die „Löwen“ entscheiden, ob sie ein Gegenangebot machen oder sie komplett ablehnen. Die Show wird in einem Durchlauf aufgezeichnet. „Wenn man sich verhaspelt, hat man keine Chance, das rückgängig zu machen“, sagt Robin Stein gegenüber dem FT. Heißt auch: Die „Löwen“ diskutieren, die Unsicherheit, ob man überhaupt einen Deal abschließt, ist immer da.

Die Forderung der Freisinger Studenten waren 100 000 Euro im Austausch für zehn Prozent Anteile an ihrer Firma. Zahlen, mit denen sich Steiner und Schweizer nicht zufrieden gaben. Sie wollten 25,1 Prozent der Anteile - wohl auch wegen der Sperrminorität, das heißt, dass die Anteilseigner Beschlüsse verhindern können. Außerdem forderten sie, dass es anstatt fünf Geschäftsführer nur noch zwei gebe. „Ein Wahnsinns-Moment“, sagt Stein. Überhaupt ein Angebot zu bekommen, war „sehr emotional“. Und in der Tat: Die Freude konnte man den Studenten ansehen.

Freisinger stoßen mit Jochen Schweizer und Lencke Steiner an

Nach einer kurzen Diskussion baten die fünf jungen Männer Jochen Schweizer und Lencke Steiner an die Bar - um auf ihren Deal anzustoßen. 100 000 Euro bekommen die Jungunternehmer von den beiden „Löwen“. Dafür geben sie auch die geforderten Anteile ab. Eine gute Entscheidung? „Darüber haben wir uns natürlich auch unterhalten“, sagt Stein.

Unterm Strich stand für die fünf Jungunternehmer aber fest: „Die Erfahrung, die in Jochen Schweizer und Lencke Steiner steckt, und die Maschinerie, die sie mitbringen, waren uns die Firmenanteile wert.“

Am Tag danach wurden die Babo-Blue-Macher von einer Welle an Bestellungen, Fans auf Facebook und E-Mails überrascht. „Das hat unsere Vorstellungen übertroffen“, sagt Stein. Knapp 3000 Bestellungen trudelten alleine online ein.

Der Weg, den die fünf Studenten eingeschlagen haben, scheint ein goldener zu werden. Ein Teil des Geldes ist nämlich bereits bei ihnen eingetroffen - und das stecken sie mit Vollgas in den Markenaufbau und die Produktion. Denn: Auf der Agenda ganz oben steht, deutschlandweit in jedem Bundesland präsent zu sein. „Danach wollen wir uns dem europäischen Markt widmen“, sagt Stein. Schon jetzt exportieren sie beispielsweise nach Kroatien. In den vergangenen Tagen ist die erste Lieferung Babo Blue gen Süden geschickt worden.

Und jetzt? Jetzt sitzen die Jungunternehmer erst mal vor dem PC. Tausende E-Mails gilt es zu beantworten, Bestellungen abzuwickeln und Facebook-Anfragen zu bearbeiten, und vieles mehr. Das Unternehmer-Leben ist eben kein Leichtes.

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