Witterungsrückblick

Vom extrem heißen Sommer zum Durchschnitts-September

Freising – Der Übergang vom ungewöhnlich heißen Sommer zum Herbst war heuer wegen der kühlen Septembertage im ersten Monatsdrittel ziemlich heftig.

Aber: Nach dem zweitwärmsten Sommer seit Beginn der Weihenstephaner Wetteraufzeichnungen im Jahre 1936 war nun der September fast wieder normal temperiert. So wurde der 30-jährige Durchschnittswert von 12,9 Grad nur um 0,3 Grad überschritten.

Die sommerliche Trockenheit setzte sich jedoch fort. Auch der September brachte mit einer Regenmenge von 44 mm nur 65 Prozent der normalen Regenmengen. Er präsentierte sich ziemlich wolkenreich – so erreichte die Sonnenscheindauer von insgesamt 128 Stunden nur 68 Prozent der Normalwerte. Die sommerliche Hitzewelle endete am 1. September mit Temperaturen von 31 Grad.

Seit Beginn unserer Temperaturmessungen war es in Freising zu Septemberanfang noch nie so heiß. In den Abendstunden brachte eine Kaltfront gewittrige Regenfälle von 12 mm und einen deutlichen Temperatursturz. Am nächsten Tag wurden bei trübem Himmel und Regenfällen nur noch 16 Grad erreicht. Auch an den Folgetagen blieb es leicht wechselhaft bei vielen Wolken, die aber nur zeitweise etwas Regen brachten. Je nach Sonnenschein pendelten die Tagestemperaturen zwischen 14 und 18 Grad, nachts wurde es mit vier bis acht Grad schon herbstlich kühl. Zum Ausklang des Freisinger Volksfestes wurde es ab Freitag, 11. September, mit 21 bis nahezu 26 Grad wieder sommerlich warm.

Nach einer kurzen Unterbrechung der Hochdruckwetterlage zur Monatsmitte verabschiedete sich der Sommer dann aber endgültig – mit Ausnahme des 16. und 17. Septembers. Da hatte es noch 27 und 28 Grad. Eine Kaltfront mit stürmischem Wind ließ die Temperaturen am nächsten Tag auf 18 Grad sinken. Erst am 22. September brachte ein Tiefausläufer immerhin elf Millimeter Regen.

Für den Rest des Monats bestimmte ein kräftiges Hochdruckgebiet über der Nord- und Ostsee unser Wetter. Der zeitweise lebhafte Ostwind mit dichten Wolkenfeldern ließ die Tagestemperaturen aber nur auf 13 bis 18 Grad steigen, nachts sanken sie meist auf vier bis acht Grad. Einen Hauch des sonst im letzten Monatsdrittel üblichen Altweibersommers spürten wir erst zum Monatsende, als sich der Himmel über Freising dann bei 15 Grad makellos zeigte.

Dieter Buchwald/Deutscher Wetterdienst

Rubriklistenbild: © dpa

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