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„Ein zu hohes Risiko“: Christkindlmärkte im Ampertal abgesagt - In Fahrenzhausen gibt es eine Alternative

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Von: Nico Bauer

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Ein weihnachtliches Lichtermeer – wie hier 2015 in Zolling – wird es heuer leider nicht geben.
Ein weihnachtliches Lichtermeer – wie hier 2015 in Zolling – wird es heuer leider nicht geben. © FT-Archiv

Wegen der Corona-Lage im Kreis Freising wurden im Ampertal nun fünf Christkindlmärkte abgesagt. In Fahrenzhausen setzt man auf ein virtuelles Angebot.

Ampertal – Eigentlich war die Entscheidung gefallen, den Fahrenzhausener Weihnachtsmarkt heuer zu veranstalten und dazu hatte man schon Pläne gemacht. Ähnlich gestaltete sich die Situation auch in anderen Ampertalgemeinden. Doch nun hagelt es eine Absage nach der anderen.

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Nach den explosionsartigen Steigerungen der Infektionszahlen hat man in Fahrenzhausen die Reißleine gezogen. Als Alternative bereitet jetzt aber im Hintergrund eine private Initiative einen virtuellen Weihnachtsmarkt am kommenden Wochenende vor.

Virtueller Treff am kommenden Wochenende

Bürgermeister Heinrich Stadlbauer sagte zu der Absage des Marktes, dass die Entscheidung eigentlich alternativlos gewesen sei. Auch bei Besprechungen mit den beteiligten Vereinen und Institutionen sei die Meinung klar gewesen. Nur ein Verein habe sich wenig begeistert über die Absage gezeigt. Schließlich seien die Buden bereits reserviert gewesen, man habe Pläne gemacht, um die Veranstaltung zu entzerren, und es sollte mittels Einzäunung des Bereichs um den Schulparkplatz auch nach der 3G-Regel kontrolliert werden.

Die Vereine haben teilweise schon ihre Produkte für den Verkauf fertig vorbereitet und wollen diese nun individuell an verschiedenen Orten verkaufen. Bürgermeister Stadlbauer hat schon einiges mitbekommen, wie zum Beispiel selbst gebackene Plätzchen oder Marmeladengläser über andere (Privat-)Wege an den Mann oder die Frau gebracht werden. Derzeit macht in Fahrenzhausen zudem die Runde, dass diese Woche ein privater Kreis an einem virtuellen Weihnachtsmarkt mit heißer Nadel stricke. Bis Ende der Woche soll der virtuelle Treff über eine Internetseite stehen, wo die Fahrenzhausener Bürger adventliche Angebote bestellen können und in verschiedenen virtuellen Formen in Adventsstimmung gebracht werden sollen.

„Zu viele Bedenken, zu hohes Risiko“

Doch nicht nur in Fahrenzhausen muss die beliebte vorweihnachtliche Veranstaltung ausfallen: Auch die Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft Zolling haben sich zu diesem Schritt entschieden. „Wer hätte das geahnt: Vor ein paar Wochen noch waren wir uns sicher, dass unser Leben endlich wieder Schritt für Schritt zur Normalität zurückkehrt. Leider hat sich die Lage wieder deutlich zugespitzt, sodass wir nun die Konsequenzen ziehen müssen“, heißt es in einer Mitteilung, die die VG am Dienstagvormittag verschickt hat. Nach eingehenden Beratungen der vier Bürgermeister der VG Zolling und der Verwaltung habe man sich schweren Herzens dazu entschieden, die Märkte in Attenkirchen, Haag, Wolfersdorf und Zolling abzusagen. Die Begründung für diese Entscheidung: „Das momentane Corona-Infektionsgeschehen bereitet zu viele Bedenken und stellt ein zu hohes Risiko für Mitwirkende und Besucher dar.“

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