Fahrenzhausens Feuerwehren: Ausrüstung auf dem Prüfstand

Fahrenzhausen - Eigentlich ging es im Gemeinderat um eine Atemschutzausrüstung für die FFW Kammerberg. Der Punkt wurde vertagt. Jetzt wird die Ausrüstung sämtlicher Wehren der Gemeinde angeschaut.

Ein Antrag der Freiwilligen Feuerwehr Kammerberg, die gerne auch eine Atemschutzausrüstung möchte, hat dazu geführt, dass nun in Fahrenzhausen grundsätzlich darüber diskutiert wird, wie der Ausrüstungsstand der fünf Ortsfeuerwehren ist. Dazu sollen neben den Kommandanten auch Verantwortliche des Kreisbrandkommandos gehört werden.

Eine gute Stunde hatte der Gemeinderat im Keller des Rathauses darüber diskutiert, ob es Sinn macht, die Ortsteilfeuerwehr Kammerberg mit Atemschutzgeräten auszurüsten. Dann wurde auf Antrag von Heinrich Stadlbauer das Thema vertagt und statt dessen beschlossen, mit den Kommandanten aus Fahrenzhausen, Weng, Viehbach, Kammerberg und Jarzt sowie Vertretern des Kreisbrandkommandos über den aktuellen Stand der Ausrüstung der Feuerwehren im Gemeindegebiet zu beraten und alle offenen Fragen auf den Tisch zu legen.

Lapidarer Kommentar von Bürgermeister Rudi Jengkofer: „Zum Zurückstellen hätt’ ma a kürzer diskutieren können“. Er war offenbar ein bisserl angefressen, der Rathauschef. Denn allen Gemeinderäten lag der Antrag der Kammerberger Wehr vor. Jengkofer, respektive die Gemeindeveraltung, hatte nichts dergleichen in Händen, was der Bürgermeister mit Unverständnis registrierte. Antragsteller und Kommandant Manfred Huber entschuldigte dies mit fehlenden Unterschriften. In der vorangegangenen, aber letztlich fruchtlosen Debatte, war festgestellt worden, dass die Wehren in Fahrenzhausen und Weng mit Atemschutzgeräten ausgerüstet seien und dies für die Versorgung in der Gemeinde ausreichend sei. Bürgermeister Jengkofer wiederholte fast schon gebetsmühlenartig, dass er die Auskunft von Fachleuten habe, die Ausrüstung der Wehren in Fahrenzhausen sei ausreichend. Er räumte ein, dass die Floriansjünger gerne den höchstmöglichen Ausrüstungsstand hätten, aber die Gemeinde könne nicht alle Wünsche erfüllen.

Kommandant Huber, auf einem der Zuhörerplätze, meinte, die vorgeschriebenen Einsatzzeiten für die Feuerwehren seien immer schwerer einzuhalten, weshalb man auch bei der Ausrüstung umdenken müsse. Im Gemeinderat wurden teilweise auch Zweifel laut, ob die Kammerberger Wehr überhaupt die nötigen Atemschutzträger in Bereitschaft habe, wenn es zu einem Einsatz komme. Hier präsentierte Huber eine ganze Liste von FFW-Kameraden, die sich zur Ausbildung an diesen Geräten bereit erklärt haben.

Benno Angermeier ergänzte den Stadlbauer-Antrag dahingehend, dass er wissen möchte, wie viele Unfälle und Einsätze die einzelnen Wehren im letzten Jahr hätten - und mit welchem Gerät die Einsätze „bestritten“ worden waren.

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