Neuer Gerätewagen für FFW Baumgarten

Fahrzeug ja – doch was darf’s kosten?

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Die Tagesordnung war spannend, der Sitzungssaal voll, die Stimmung aufgeheizt. Vor allem beim Thema Feuerwehr schlugen die Wellen am Donnerstag im Gemeinderat Nandlstadt hoch. Eine Diskussion entbrannte rund um einen neuen Gerätewagen für die FFW Baumgarten.

Nandlstadt Ein Gerätewagen GW-Logistik 2 für die Feuerwehr Baumgarten „wäre die Zukunft der Feuerwehren im Markt Nandlstadt“, betonte CSU-Marktrat und einstiger Kommandant der FFW Baumgarten, Sebastian Unger, am Donnerstag im Gemeinderat. Entsprechend positiv sprach er sich für diese Anschaffung aus. „Wenn man dieses Fahrzeug kauft, dann ist der Feuerwehrschutz für einige Jahre gewährleistet“, so Unger. Dass es dennoch heftige Diskussionen um das Fahrzeug gab, lag unter anderem daran, dass konkrete Angaben zu den Gesamtkosten fehlten.

Die gute Nachricht vorweg: Obwohl es bereits drei Fahrzeuge dieses Typs im Landkreis gibt (allerdings im südlichen Teil) und die Regierung grundsätzlich nur drei gleiche Fahrzeuge bezuschusst, wurde eine Förderung von 70 000 Euro für das Baumgartner Auto in Aussicht gestellt, berichtete Feuerwehrreferent Michael Wagensonner.

Unklar war indes, wie hoch die Gesamtkosten für den Gerätewagen sind: Wagensonner sprach von rund 200 000 Euro. Bei 70 000 Euro Zuschuss bleibt dem Markt Nandlstadt ein Eigenanteil von 130 000 Euro. CSU-Marktrat Franz Mayer missfiel die Aussage von Wagensonner: „Das erste Mal, als du uns das vorgestellt hast, war von 70 000 Euro Eigenanteil die Rede.“ Zwischenzeitlich sei man bei 100 000 Euro gewesen, nun seien es schon 130 000 Euro. Und nach einem Angebot, das die FFW Baumgarten kurz vor der Sitzung der Verwaltung vorgelegt hatte, läge der Eigenanteil sogar bei 210 000 Euro – die Gesamtkosten wurden hier mit 280 000 Euro beziffert. „So geht’s nicht“, sagte Mayer. „Wenn sich das verdoppelt, dann kommt einfach ein schlechtes Gefühl auf.“

Von dem Angebot der FFW Baumgarten habe er „nichts gewusst“, betonte Wagensonner. Und konkrete Zahlen könnten noch nicht vorgelegt werden, weil ja noch keine Ausschreibung stattgefunden haben, erklärte der Feuerwehrreferent und verwies bei seinen Zahlen auf Vergleichswerte aus dem Internet. Für CSU-Marktrat Andreas Hofstetter wäre es „das Naheliegendste gewesen“, bei den drei Feuerwehren nachzufragen, was sie für den Gerätewagen GW-Logistik bezahlt haben.

Zahlen hin oder her: Bevor man über irgendetwas abstimmt, müsse ein Grundsatzbeschluss her, erklärte Bürgermeister Jakob Hartl. „Der fehlt.“ Entsprechend wurde darüber abgestimmt, ob man „grundsätzlich ein Fahrzeug in dieser Richtung beschafft“, wie es der Rathauschef zusammenfasste. Bis auf Michael Blomoser (BLN) sprachen sich alle Gemeinderäte dafür aus. Nun liegt es an der Verwaltung, konkrete Zahlen einzuholen. Im Haushalt 2017 sind jedenfalls schon 100 000 Euro für das Fahrgestellt eingestellt. 

Rubriklistenbild: © dpa

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